Wohnungsbaugesellschaft erhöht Bestand durch Neubau und Ankauf

Howoge mit noch mehr Wohnungen

13.01.2020, Volkmar Eltzel

Fotos: Howoge / Dombrowsky. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Lichtenberg/ Berlin. Die landeseigene Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH bilanziert für 2019 einen Anstieg von rund 1.700 Wohnungen auf einen Gesamtbestand von insgesamt 62.261 Wohnungen.

Wie das Unternehmen mitteilt, sind Ende 2019 acht Neubauprojekte in vier Berliner Bezirken mit insgesamt 1.092 Wohnungen fertiggestellt. Mit 744 Wohnungen lag der Fokus der Neubautätigkeit dabei in Lichtenberg.

Folgende Projekte wurden 2019 fertig:

Genslerstraße 17, Lichtenberg / 188 Wohnungen
Paul-Zobel-Straße 10, Lichtenberg / 69 Wohnungen
Sewanstraße 20, 22, Lichtenberg / 99 Wohnungen
Rathausstraße 12, Lichtenberg / 12 Wohnungen
Lindenhof, Gotlindestraße 2-20, Lichtenberg / zweiter Bauabschnitt 376 Wohnungen
Flämingstraße 70, Marzahn-Hellersdorf / 167 Wohnungen
Stallschreiberstraße 17, Mitte / 139 Wohnungen
Urbaner Holzbau, Newtonstraße 4, 4 A, 4 B Treptow-Köpenick / 42 Wohnungen

Bauherrenpreis für umstrittenes Projekt

Im April 2019 hatte die Howoge den Lichtenberger Bauherrenpreis für den zuvor umstrittenen Neubau in der Paul-Zobel-Straße gewonnen (LiMa+ berichtete). Anwohner hatten vergeblich gegen die Verdichtung durch die Neubauten protestiert.

Der Lindenhof, der auf dem Areal des einstmals größten Kinderkrankenhauses Ost-Berlins entstand, wurde vom Verein zur Förderung der Nachhaltigkeit im Wohnungsbau mit dem NaWoh-Qualitätssiegel ausgezeichnet. In der Sewanstraße errichtete die Howoge ihr erstes klimaneutrales Wohnquartier im sozialen Wohnungsbau.

Zusätzlich 601 Wohnungen angekauft

Die Howoge hat im Jahr 2019 insgesamt 601 Wohnungen in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg (Mariendorf), Pankow (Buch) und Lichtenberg (Weitlingkiez / Alt-Hohenschönhausen) erworben:

In Mariendorf wurden 242 Wohnungen in zwei Wohnanlagen gekauft. Auf dem rund 11.000 Quadratmeter großen Areal an der Eisenacher Straße 45-48c/ Rixdorfer Straße 84, 86 befinden sich drei Gebäuderiegel (Baujahr 1959) mit 138 Wohnungen, vier Gewerbeeinheiten sowie 40 Stellplätze. Der Gebäudekomplex an der Ringstraße 98, 99 a-e umfasst 104 Wohnungen sowie 30 Stellplätze. Die Liegenschaften waren zum 1. Dezember 2019 in den Besitz der Howoge übergegangen.

Bereits zum 1. Januar 2019 hatte das städtische Unternehmen 312 überwiegend Drei- und Vierraumwohnungen sowie 125 Stellplätze in der Wolfgang-Heinz-Straße 20-26 und der Friedrich-Richter-Straße 21-55 (ungerade Hausnummern) in Berlin-Buch erworben. Der Gebäudekomplex grenzt direkt an Bestandsgebäude der Howoge.

Im Lichtenberger Weitlingkiez setzte das Wohnungsunternehmen in der Irenenstraße 14, 14a/ Rosenfelder Straße 13 zum 1. August 2019 das Vorkaufrecht für ein viergeschossiges Miethaus um. Das 1908 errichtete Gebäude umfasst 27 Wohnungen sowie sechs Gewerbeeinheiten.

Ebenfalls zum 1. August war das Wohnhaus Simon-Bolivar-Straße 52, 52a in den Besitz der Howoge übergegangen. Das Mehrfamilienhaus in Alt-Hohenschönhausen wurde 1964 erbaut und umfasst 20 Wohneinheiten.

Wachstum soll auch 2020 weitergehen

„Darüber hinaus werden wir schon im ersten Halbjahr 2020 rund 1.000 weitere Wohnungen in den Bestand übernehmen“, erklärt Geschäftsführer Ulrich Schiller. Dies erfolge durch die Fertigstellung von knapp 400 Wohnungen im Neubau sowie bereits beurkundete Ankäufe.

Seit dem Start der Neubauoffensive im Jahr 2013 hat die Howoge somit ihren Bestand durch Neubau und Ankauf um 18 Prozent, das sind rund 9.400 Wohnungen, erhöht. Damit ist das kommunale Unternehmen dem Ziel ein weiteres Stück näher gekommen, bis 2026 den Gesamtbestand auf über 75.000 Wohneinheiten zu erhöhen (LiMa+ berichtete). Schon heute gehört die Howoge zu den größten Vermietern deutschlandweit.


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