Damit auch in Quarantäne die Decke nicht auf den Kopf fällt

Was zu Hause so alles geht

30.03.2020, Volkmar Eltzel

Fotos: Teodor Lazarev, adobestock (1), Ikostudio adobestock (2), Birgitt Eltzel (3). Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Lichtenberg/ Marzahn-Hellersdorf/ Anderswo. Arbeiten Sie auch gerade vom sogenannten Homeoffice aus, leiden unter den Beschränkungen der persönlichen Kontakte oder sind sogar in Quarantäne zu Hause eingeigelt (oder schreibt man besser einge-igelt)?
Nicht einfach, schließlich macht gerade das Soziale das Menschliche aus. Und umso länger die Corona-Krise dauert, desto schwieriger wird es, sich selbst zurückzunehmen, Vernunft walten zu lassen, die Mitmenschen zu schützen, indem man sich selbst schützt (LiMa+ berichtete).

Tipp: Im Rhythmus bleiben

Einiges kann in dieser Zeit hilfreich sein, zum Beispiel ein strikt geregelter Tagesablauf. Aufstehen und zu Bett gehen, wie an „normalen“ Arbeitstagen auch. Aktivitäten und Entspannungsphasen für Geist und Körper dem eigenen Biorhythmus anpassen. Alle technischen Möglichkeiten nutzen, um persönliche Begegnungen durch telefonische und digitale zu ersetzen.

Tipp: Digitale Kommunikation

Beispielsweise kann man sich per Skype, Facetime, Whatsapp Videoanruf oder mit Hilfe anderer Dienste zu bestimmten Tageszeiten mit Verwandten oder Freunden in Verbindung setzen, auch mit mehreren gleichzeitig. Vieles kann heutzutage die Lage erleichtern, woran noch vor einigen Jahren kaum zu denken war.

Tipp: Virtuelle Spaziergänge, Zugfahrten und Besuche

Der Bezirk Lichtenberg hat auf einer Webseite ganz unterschiedliche Tipps für virtuelle Spaziergänge, Zugfahrten, Konzert- und Museumsbesuche zusammengetragen, vom Rundgang durch das Alte Museum oder die Alte Nationalgalerie über eine Schnitzeljagd durch Lichtenberg bis hin zu einer Führerstandmitfahrt nach Kostrzyn. Reinschauen lohnt sich.

Zum Hören ist der Podcast „Schwebende Bücher“ der Mark-Twain-Bibliothek Marzahn. Die Bibliothekarinnen geben Lesetipps zum Beispiel für das neue Buch von Wladimir Kaminer: „Tolstois Bart und Tschechows Schuhe“. Auch wenn die Bibliotheken geschlossen sind, Bücher und Presseerzeugnisse lesen und hören sowie Filme anschauen kann man trotzdem. Dazu einfach ein VÖBB-Benutzerkonto anlegen für 10 Euro im Jahr. Hier geht es zur VÖBB-Anmeldeseite.

Tipp: Bewegen kann man sich auch daheim

Natürlich ist es auf der Couch bequem und die Flimmerkiste lockt mit Mediatheken, wenn das aktuelle Fernsehprogramm zu wünschen übrig lässt. Aber eigentlich ist der Mensch evolutionär ein Bewegungstier. In der Wohnung kommen kaum so viele Schritte zusammen wie sonst, wenn man sowieso unterwegs ist oder draußen Sport treibt. Ein Blick auf die Schrittzähler-App liefert den erschreckenden Beweis. Bewegung bleibt wichtig, um den Kreislauf in Schwung zu halten. Das geht auch im Homeoffice oder im Wohnzimmer und ohne teure Sportgeräte. Auf der Homepage des SWR gibt es dazu kompakte Tipps und ein Filmchen.

Tipp: Jetzt die Lautsprecher an

So Leute, jetzt schiebt mal die Regler ganz nach oben, öffnet die Fenster, auf dass frische Lüfte herein- und die Schallwellen von Silbermond hinauskommen. Die Nachbarn freuen sich bestimmt auch über diese passende Musik. “Machen wir das Beste draus”!! Tipp: Das wird die Hymne dieser vorbeigehenden Zeit.



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