Praktikum für ein Jahr bei der Spielplatzinitiative

Hilfe aus Costa Rica

07.08.2019, Klaus Tessmann

Fotos: Klaus Tessmann. Zum Vergrößern Hauptbild aktivieren.

Marzahn-Hellersdorf. Carolina Schutt Quiros aus Costa Rica wird ein Jahr lang die Arbeit der Spielplatzinitiative Marzahn unterstützen. Am Donnerstag, 1. August, wurde sie ganz offiziell vom Vorsitzenden der Spielplatzinitiative Marzahn, Matthias Bielor, auf dem Abenteuerspielplatz in Marzahn-West begrüßt. Nach einem ersten Rundgang über das Areal an der Ahrensfelder Chaussee ging es gleich auf eine Tour durch den Bezirk. Carolina wollte auch die anderen Aktionsfelder kennen lernen.

Für interkulturellen Austausch

Die zweite Station war das Ferienfest in der Maxi-Wander-Straße neben der Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen. Auf dem Hof hatte die Spielplatzinitiative einen Abenteuerspielplatz für die Kinder gebaut. Seit vielen Jahren schon kommen die Mädchen und Jungen aus den Flüchtlingsunterkünften auf den Pferdehof, den Abenteuerspielplatz Marzahn-West und zur Station Alpha II in Marzahn Nord.

Auch dieser Spielplatz wird zum Betätigungsfeld der Praktikantin gehören. Sie wird auf den drei Abenteuerspielplätzen arbeiten und vor allem für den interkulturellen Austausch da sein. Wie die 24-Jährige aus dem zentralamerikanischen Land berichtet, liegt ihr das besonders am Herzen. Ebenso das Engagement für sozial benachteiligte Menschen. Großes Interesse hat sie zudem an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie für den Umweltschutz. In ihrer Heimat hat Carolina bereits bei mehreren Umweltschutzprojekten und in der Umweltbildung gearbeitet. Diese Erfahrungen werden ihr in den kommenden Monaten sicher helfen.

Die Stiftung „Brot für die Welt“ fördert das Praktikum

Costa Rica gilt in Lateinamerika als Spitzenreiter beim Klimaschutz. 98 Prozent des Stroms stammen aus sauberen Quellen, allen voran die Wasserkraft, mit der 69 Prozent des Stromes hergestellt werden, gefolgt von der Windenergie mit 16 Prozent.

Carolinas Praktikum in Berlin wird vom Hilfswerk „Brot für die Welt“ gefördert. Die Stiftung der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland ermöglicht es jungen Menschen, einen Praktikumsplatz in anderen Ländern bekommen. Hilfe zur Selbsthilfe ist ihr Motto. Die Organisation unterstützt über 1.300 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Schwerpunkte sind dabei unter anderem die Ernährungssicherung, Förderung von Bildung und Gesundheit, Stärkung der Demokratie und die Achtung der Menschenrechte.

Teil der Berufsausbildung

Carolina Schutt Quiros wurde von der Partnerorganisation ASEPALECO für den Süd-Nord-Freiwilligendienst ausgewählt. ASEPALECO ist eine gemeinnützige Vereinigung in Costa Rica, die sich vor allem mit dem Naturschutz und der Bildung beschäftigt. Ihr Ziel ist es, das natürliche System des Waldes mit seinen Wasserquellen und der Tierwelt zu erhalten und zu schützen. Carolinas Praktikum ist Teil einer Berufsausbildung für das Fach Englisch im Lehramt.

Neben ihrer Arbeit bei der Spielplatzinitiative will Carolina natürlich Land und Leute, insbesondere Berlin erleben und erfahren. Dabei möchte sie auch die deutsche Sprache erlernen. Pläne für später? “Vielleicht als Ausbilderin im Tourismus sich weiter für den Umweltschutz engagieren.”


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