KGV Am Kienberg gewinnt zum zweiten Mal Bundeswettbewerb

Gold für Marzahner Kleingärtner

02.12.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel (1, 4-7), Klaus Görner (2,3)

Marzahn. Bereits zum zweiten Mal hat der Kleingartenverein (KGV) Am Kienberg eine Goldmedaille nach Marzahn geholt. Die Kleingärtner wurden im Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ mit einer Urkunde, einer entsprechenden Plakette und einem Scheck in Höhe von 1.500 Euro ausgezeichnet. Bereits 2002 hatte der Verein beim Bundeswettbewerb einen ersten Platz belegt. Die Auszeichnung nahmen Vereinsvorsitzender Burkhard Träder und Vorstandsmitglied Dr. Birgit Bernedo aus den Händen von Bundesstaatssekretär Gunter Adler und dem Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG), Dirk Sielmann, entgegen. Begleitet wurden sie zur Preisverleihung vom Schatzmeister des Verbandes der Gartenfreunde Marzahn, Gert Schoppa. Geehrt wurden auch Kleingartenvereine aus Chemnitz, Hildesheim, Karlsruhe, Landau und Rottweil.

20 Vereine aus 15 Bundesländern im Finale

Am Finale des Bundeswettbewerbs hatten sich 20 Kleingärtnervereine aus 15 Bundesländern beteiligt. Die Preisverleihung fand am Sonnabend, 1. Dezember, im Palais am Funkturm statt. Der gemeinsame Wettbewerb von Bundesregierung und BDG wurde 1951 gestartet und findet alle vier Jahre statt. Dieses Mal stand er unter dem Motto „Kleine Gärten – bunte Vielfalt“. Die Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze würdigen besondere soziale, ökologische und städtebauliche Leistungen der Vereine. Denn Kleingärtnern ist mehr als Hecken schneiden und Gartenzwerge aufstellen. Der Marzahner Kleingartenverein hat u.a. anlässlich der IGA Berlin 2017 einen Lehrpfad mit Obstgehölzen angelegt, darunter seltene und fast ausgestorbene Sorten. Es gibt wunderbare Spazierwege innerhalb der Anlage, die sich zwischen Cecilienstraße und Kienberg erstreckt. Gegärtnert wird ökologisch, dem Insektenschutz gehört größte Beachtung. Mit einem preisgekrönten IGA-Startergarten mit Hochbeeten und Streuobstwiese, Beerensträuchern und Regenwassernutzung, der in diesem Jahr an mehrere Interessenten gemeinsam verpachtet wurde, werden auch neue Formen des Kleingartenwesens ausprobiert.

Ökologische Vielfalt

Die 1983 gegründete Anlage mit 260 Parzellen war seinerzeit die 10.000 Kleingartenkolonie der DDR. Aus dieser Zeit stammen auch noch die 22 Parzellen von Kleintierzüchtern, die Bestandsschutz haben. Dort krähen Hähne, gurren Tauben und tschilpen Wellensittiche – besonders zur Freude der Spaziergänger mit Kindern. Auf die ökologische Vielfalt machen auch Schilder aufmerksam, zum Beispiel über einheimische Singvögel, von denen viele in der Kolonie nisten.

 

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