25 Jahre Mauerfall: (Rück-)Blick in den DDR-Alltag, Ostschrippen und Begrüßungsgeld

Galeria (N)Ostalgia

Lichtenberg. Im Ring Center an der Frankfurter Allee/Ecke Möllendorffstraße können sich die Besucher noch bis zum 9. November anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls auf eine kleine Zeitreise begeben. Beginnend mit einer Ausstellung, in der Jürgen Ritter seine Fotos von der deutsch-deutschen Grenze damals und heute zeigt, öffnen mehrere... von Andrea Scheuring mehr

Schornsteinfegermeister Bernd Müller schreibt über sein Leben

Die Friedensfahrt nach Paris

Das Buch über sein Leben war der Beitrag von Bernd Müller zum Tag der Deutschen Einheit. Am 6. Oktober präsentierte er das Buch im Nikolaiviertel.
Mahlsdorf. Viele Leute haben schon ein Buch geschrieben – Sportler, Wissenschaftler, Sänger und Politiker. Nun reiht sich in die große Anzahl von Autoren der Vertreter einer Berufsgruppe ein, von der man ein Buch nicht unbedingt erwartet. Ein Schornsteinfegermeister erzählt aus seinem Leben. Der Titel seines Buches „Zukunft ist ohne... von Klaus Tessmann mehr

25 Jahre Mauerfall: Erinnerung an das Schicksal politischer Gefangener im Herbst ´89

Wo die Mauer erst zu Weihnachten fiel

Helmuth Frauendorfer (mitte) moderiert die Gesprächsrunde mit (v.l.) Norbert Grohmer, Manfred Haferburg, Anne Hahn und Mirko Röwer, die alle in Hohenschönhausen in Untersuchungshaft saßen.
Hohenschönhausen. Kunststudentin Anne Hahn organisiert Mitte der 80er Jahre in Magdeburger Studentenklubs Punkkonzerte und gerät ins Visier der Stasi. Den einzigen Weg in eine Zukunft sieht die 20jährige in der Flucht gen Westen. Küchenmeister Norbert Grohmer hat sich zu dieser Zeit aus moralischen Gründen bereits gegen das SED-Regime gewendet... von Andrea Scheuring mehr

1989: Alles strebt nach Westen, einer geht in den Osten

Ronald M. Schernikau in Hellersdorf

In dem Sechsgeschosser Cecilienstraße 241 (damals Albert-Norden-Straße) wohnte Ronald M. Schernikau vom 1. September 1989 bis zu seinem Tod am 20. Oktober 1991.
Hellersdorf. Der Sechsgeschosser hat rote und grüne Balkone, Blumen und Gemüsepflanzen wachsen darauf. Mit Sicherheit wirkte das Haus vor 25 Jahren, im damals üblichen Plattenbau-Grau weniger einladend. Und dennoch fand dort der letzte Westdeutsche, der DDR-Bürger wurde, eine Heimstatt: Der Dichter Ronald M. Schernikau (1960–1991) siedelte am 1. September... von Birgitt Eltzel mehr

Stolpersteine für das Ehepaar Emilie und Emil Roth

Erinnerung an jüdische Nachbarn

Der Köllner Künstler Gunter Demnig verlegte die Stolpersteine für Emil und Emilie Roth.
Kaulsdorf. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt der Talmud, eines der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums. Vor vielen Berliner Häuser erinnern Stolpersteine daran, dass dort einmal jüdische Nachbarn gewohnt haben. Zwei neue Gedenktafeln sind am Mittwoch, 6. August, vor dem Wohnhaus in der Hannsdorfer Straße... von Klaus Tessmann mehr

Ehemalige Häftlinge regen „Außenstelle“ der Stiftung Gedenkstätte HSH am Alex an

Polizeigefängnis soll Lernort werden

Das ehemalige Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit ist seit 1994 eine Gedenkstätte.
Hohenschönhausen. „In dem Polizeiuntersuchungsgefängnis in der Keibelstraße saß ich 1967 als 18jähriger. Und 1971 bin ich dort von der Abt. IX der Staatssicherheit verhört worden bis in die Puppen. (…) Dort saßen zu 70 Prozent politische Untersuchungshäftlinge. Das Zusammenspiel zwischen Polizei und Staatssicherheit klappte hervorragend“, erinnert sich Rainer Dellmuth... von Andrea Scheuring mehr

Gedenken an die Verschleppung von Sinti und Roma

Von Marzahn in den Tod

Eine Open-Air-Ausstellung erinnert seit 2011 an die Berliner Sinti und Roma, die 1936 von den Nationalsozialisten in das Zwangslager Marzahn verschleppt wurden.
Marzahn. Anlässlich des 78. Jahrestages der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das NS-Zwangslager Marzahn, lädt die Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, Petra Rosenberg, am Sonntag, 15. Juni, um 12.30 Uhr zu einer Gedenkstunde am Ort der Erinnerung und Information auf dem Otto-Rosenberg-Platz ein. Grußworte... von Klaus Tessmann mehr

Viele Völkerschaften lebten schon vor Jahrhunderten im Wuhletal

Beliebtes Siedlungsgebiet

Mehre große Schneisen ziehen sich über die Wiese. Dort hoffen die Archäologen auf weitere Funde.
Marzahn-Hellersdorf. Die Vorbereitungen auf die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2017 sind ein Glücksfall für Archäologen. Auf einer riesigen Fläche können sie nach Zeugnissen der Vergangenheit suchen. Denn auf einem Gelände von zwölf Hektar Größe muss für die geplanten IGA-Bauten der Boden abgetragen werden. Die ersten Grabungsfunde der Wissenschaftler dort sind... von Klaus Tessmann mehr

Internationaler Museumstag bietet auch Information über NS-Zwangsarbeit

Die dunkle Seite des Triftwegs

Die Stele neben dem Verwaltungsgebäude des Tierparks erinnert an das sogenannte Arbeitserziehungslager Wuhlheide der Gestapo.
Lichtenberg. Unweit der Tierpark-Direktion, dort wo die Regionalbahn die Treskowallee kreuzt, erzählen zwei schlichte Metallstelen eine Geschichte. Einst führte hier der Triftweg an den Gleisen entlang gen Osten und damit in eines der düstersten Kapitel Lokalhistorie. „Wir trafen uns früh immer an der Brücke, ich kam von der einen... von Andrea Scheuring mehr

Beginn der Befreiung Berlins vor 69 Jahren

Kundgebung in der Landsberger Allee

Das erste befreite Haus Berlins 1945
Auf der Giebelwand des Hauses Landsberger Allee 563 steht in kyrillischen Schriftzügen „Pobeda“ (Sieg), darunter „na Berlin“ (nach Berlin). Übergroß prangen weiße Ziffern auf rotem Grund: „21. April 1945“. Das Haus an der Grenze zwischen Marzahn und Hellersdorf gilt als erstes vom Hitlerfaschismus befreites Gebäude Berlins.  In der Nacht... von Klaus Tessmann, Volkmar Eltzel mehr