Geld für Theater am Park

04.12.2018, Birgitt Eltzel

Das Theater am Park am Frankenholzer Weg 4 in Biesdorf wird saniert und weiterentwickelt.
Foto: Birgitt Eltzel

Biesdorf. 8,5 Millionen Euro an GWR-Mitteln (Gemeinschaftsaufgabe Regionale Wirtschaftsstruktur) bekommt der Bezirk vom Senat für die Sanierung und touristische Ausrichtung des Theaters am Park (TaP), teilte Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) am Dienstag, 4. Dezember, mit. Mit dieser Entscheidung, dem Antrag des Bezirksamts zu entsprechen, gehe die Entwicklung der Infrastruktur im Stadtteil Biesdorf in die nächste Runde. „Insbesondere in diesem Knotenpunkt des Siedlungsgebietes haben in den letzten Jahren viele Familien eine Heimat gefunden. Neue Wohnbaupotenziale werden gerade erschlossen. Schloss Biesdorf ist auf einem guten Weg als Kommunale Galerie.“ Es sei der richtige Zeitpunkt, um eine Sanierung einzuleiten. Ganz bewusst solle die Chance genutzt werden, dort einen Treffpunkt für Jung und Alt, neue und alte Biesdorfer, aber auch andere Berliner und Brandenburger zu schaffen. Die Vision des Hauses werde die jahrelange Nutzung aufnehmen, „aber vor allem endlich auch die Potenziale des ausgezeichneten Saales ausschöpfen“. Das Konzept des Bezirksamtes baue auf der Analyse der Entwicklung vor Ort auf und ist begründet auf umfassenden Debatten mit den bisherigen Nutzern, dem Verein und den Mietern im Haus, so Pohle. Die Federführung für diese Maßnahme ist im Bereich Wirtschaft und Tourismus angesiedelt. Der in Biesdorf direkt gewählte Abgeordnete Christian Gräff (CDU) erklärte: „Damit eine Sanierung und der Ausbau in 2019 und 2020 beginnen kann, sind noch viele Vorarbeiten zu treffen, aber die Grundlage für wesentliche Säulen des Theaters am Park in der Zukunft, die soziokulturelle Nutzung des Hauses mit den bisherigen Angeboten, das Einbinden der bisherigen künstlerischen Partner (Mieter) und die Sanierung des Theatersaals mit seinem Orchestergraben für überregionale Veranstaltungen sind damit gelegt.“

Das Haus am Frankenholzer Weg war 1966 bis 1968 als Probebühne für das Erich-Weinert-Ensemble der Nationalen Volksarmee (NVA) errichtet worden. Es war gleichzeitig Armeefilmstudio und Heimat des Zentralen Orchesters der NVA. Bis zur Wiedervereinigung galt das Gelände als Sperrgebiet. Nach der Wende wurde es vom TaP-Verein zu einem Begegnungszentrum ausgebaut, 2003 untersagte der Bezirk Marzahn-Hellersdorf aus Brandschutzgründen den Spielbetrieb im großen Saal. Den Einbau eines erforderlichen eisernen Vorhangs konnte der Verein finanziell nicht stemmen. Mitte 2017 schlossen sich die Nutzer des Komplexes zusammen und erarbeiteten ein Zukunftskonzept für das TaP, wir berichteten. Gräff als Wahlkreisabgeordneter und der scheidende Wirtschaftsstadtrat Johannes Martin (ebenfalls CDU) hatten sich besonders für die Einwerbung der nötigen Mittel für eine Sanierung eingesetzt.

 

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