Gefährlicher Weg für Radler

22.07.2014, Birgitt Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern bitte auf das Hauptbild klicken.

Marzahn-Hellersdorf. Wer einmal versucht hat, mit dem Fahrrad aus Marzahn-Hellersdorf entlang der Landsberger Allee Richtung Innenstadt oder von dort zurück zu radeln, bekommt nicht nur viele Abgase auf dieser Verbindung ab, sondern muss mit ausgesprochen gefährlichen Situationen leben. Denn das Radwegenetz ist ziemlich löchrig, vor allem im Marzahn-Hellersdorfer Teil der Magistrale. Besonders schwierig ist die Überquerung der S- und Eisenbahngleise sowie der Märkischen Allee im Bereich der Marzahner Brücken nahe dem Gewerbepark Georg Knorr. Dort müssen sich Radler in den immer starken Autoverkehr einfädeln, spezielle Spuren für sie gibt es nicht. Erst ab 2017 soll sich das ändern.

Anlagen entsprechen nicht den Anforderungen
Das ergab jetzt eine Schriftliche Anfrage der aus Marzahn-Hellersdorf stammenden Abgeordneten Manuela Schmidt (Linke) im Abgeordnetenhaus. Staatssekretär Christian Gaebler aus der Stadtentwicklungsverwaltung bestätigte, dass die bestehenden Verkehrslösungen entlang der Landsberger Allee und über die Marzahner Brücken nicht den Anforderungen an Verkehrsanlagen entsprechen wie sie heute im Stadtgebiet gefordert werden. „Es gibt deutliche Defizite im Bereich der Querung der in Seitenlage befindlichen Straßenbahn durch Kraftfahrzeuge sowie an den Übergangsbereichen der Rampen zur Fahrbahn, insbesondere auch beim Anschluss der innenliegenden Rampen zum nördlich der Brücken gelegenen Gewerbegebiet. Für Radfahrerinnen und Radfahrer bergen diese Anschlussbereiche hohes Konfliktpotenzial“, sagt Gaebler. Dazu komme, dass die Gestaltung der Fahrbahnen zu einer deutlichen Überschreitung der im Stadtgebiet für Kfz vorgeschriebenen 50 km/h einlade.

Grundsätzlich neue Lösung erforderlich
Laut Gaebler könne nur mit einer grundsätzlich neuen Verkehrslösung auch Fußgängern und Radfahrern ein sicheres Passieren des Knotens geboten werden. Dazu gebe es bereits eine Machbarkeitsstudie. Ab 2017 ist laut Gaebler der Neubau des Verkehrsknotens Landsberger/Märkische Allee mit drei Straßenbrücken sowie zugehörigen Rampen- und Verbindungsfahrbahnen in der Investitionsplanung des Landes Berlin enthalten.

Anschluss auch an andere Radverkehrsverbindungen
Die bisherigen Planungen sehen separate Radverkehrsanlagen entlang der Landsberger Allee, der Märkischen Allee und zwischen beiden Straßen vor. Ein Anschluss an die außerhalb der Brückenanlagen geplanten beziehungsweise schon vorhandenen Radwege werde dabei berücksichtigt, so der Staatssekretär.

 

 

Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden