Futuristischer Kreisel für TVO

18.06.2020, Birgitt Eltzel

Kolb und Ripke Gesellschaft von Architekten mbH

Marzahn-Hellersdorf. Ziemlich futuristisch sieht es aus: Ein Extra-Brückenbauwerk für Fußgänger und Radfahrer soll beim Bau der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) am Knotenpunkt Bundesstraße (B)1/5 und Märkische Allee entstehen. Das Bauwerk schwebt über den Fahrbahnen für die Autos. Das geht aus dem Punkt Aktuelles der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klima (UVK) zum Projekt hervor. Die Details waren Anfang dieser Woche vorgestellt worden. Allerdings ist der Baubeginn für die seit Jahren geforderte Schnellstraße, die eine etwa sieben Kilometer lange Lücke zwischen der Wuhlheide und der Märkischen Allee schließen soll, noch immer offen.

Die aus Marzahn-Hellersdorf stammenden Abgeordneten der Koalition Iris Spranger (SPD), Kristian Ronneburg (Linke) und Stefan Ziller (Bündnis 90/Grüne) betonten in einer gemeinsamen Erklärung: „Seit Beginn dieser Legislatur arbeiten wir sehr eng mit der Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz daran die Planungen für den Bau der TVO und des begleitenden Radschnellwegs voranzutreiben. Leider ziehen jedoch nicht alle beteiligten Akteure mit uns an einem Strang.“ Die Deutsche Bahn AG habe sich nicht an die Vereinbarung mit dem Senat gehalten und die Planung der vier notwendigen Eisenbahnüberführungen abgesagt. „Folglich musste der Senat diese Planung selbst ausschreiben. Dies ist im April 2020 erfolgt. Die Verzögerungen führt trotz aller Anstrengungen der Senatsverwaltung dazu, dass das formale Planfeststellungsverfahren erst Anfang 2022 beginnen wird.“ Das kritisierte auch Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke).


Erfreut stellten die drei Abgeordneten fest, dass die Optimierung der Planungen zu weiteren Verbesserungen geführt habe. So konnte der südliche Kombinationspunkt – die Verschwenkung von Ost nach West unter dem Berliner Außenring (BAR) – so gestaltet werden, dass private Grundstücke nicht mehr vom Trassenverlauf berührt sind und ein Wohnhaus erhalten werden kann. Bis Ende 2021 sollen alle Gutachten und Planungen vorliegen, damit 2022 das Planfeststellungsverfahren beginnen kann. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung wollen die drei Politiker zu einer Informationsveranstaltung einladen, wenn solche Veranstaltungen während der Corona-Pandemie wieder möglich sind.

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