Fotografien der Wendezeit

04.04.2019, Volkmar Eltzel

Lichtenberg. Der Berliner Fotograf Lothar M. Peter war in der sogenannten Wendezeit mit seiner Kamera unterwegs. Eine kleine Auswahl seiner Bilder ist bis 17. November im „Schaufenster“ neben dem Eingang zum Museum Lichtenberg zu sehen. Sie wurden aus mehreren Hundert zwischen 1985 und 1995 entstandenen Schwarzweißfotografien ausgewählt.

Einer, der in der sogenannten Wendezeit mit seiner Kamera unterwegs war, ist der Berliner Fotograf Lothar M. Peter. Noch bis Sonntag, 17. November, ist eine kleine Auswahl seiner Bilder im „Schaufenster“ neben dem Eingang zum Museum Lichtenberg zu sehen. Sie wurden aus mehreren Hundert zwischen 1985 und 1995 entstandenen Schwarzweißfotografien ausgewählt.

Die „Fotografien der Wendezeit“ sind ungewöhnliche Dokumente. Die Stadt, die alltägliche Existenz der Mauer sowie der Mauerfall bilden gewissermaßen das „Bühnenbild“. Nicht die Mauer und ihre Zerstörung stehen im Fokus, sondern die Reaktionen und Emotionen von Menschen aus Ost und West. Lothar M. Peter schaut in glückliche und euphorische, aber auch nachdenkliche und verwirrte Gesichter. Manche wirken, als ob sie Unheilvolles voraus ahnen. Die Aufnahmen spiegeln, wie nur wenige andere, die menschliche Dimension der Ereignisse im November 1989 wieder. Sie sind Zeugnisse einer bewegenden und bedeutenden Zeit. Darüber hinaus zeigen sie Lothar M. Peters intensive künstlerische Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie: Er stellt seine Aufnahmen in den Kontext der Bildenden Kunst  und macht sie zu einem Experimentierfeld. So begleitet und hinterfragt Peters das Geschehen kritisch und mit bisweilen feinsinnigem Humor. Im November 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal.

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