Flüchtlingsunterkunft Murtzaner Ring

12.06.2018, Birgitt Eltzel

Marzahn-Hellersdorf. Mit einem Brief, der Informationen zur geplanten Flüchtlingsunterkunft am Murtzaner Ring 68 enthält, hat sich Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) an die Bürger gewandt. Danach sollen dort drei Häuser mit jeweils sechs Geschossen entstehen. Die Anordnung der Gebäude erfolgt versetzt, d.h. dem gebogenen Straßenverlauf folgend. Die Module können sowohl innen als auch an den Außenfassaden farblich gestaltet werden. Es wird ausreichend Abstandsflächen zu den vorhandenen Wohngebäuden geben, sodass Nachbargrundstücke nicht belastet werden. Insgesamt werden nach Inbetriebnahme im Jahr 2020 rund 400 Menschen in der Unterkunft leben können. Nach dem Erstbezug werden die drei Gebäude für fünf Jahre als Gemeinschaftsunterkunft zur ausschließlichen Unterbringung von Geflüchteten und Asylsuchenden genutzt. Danach ist laut Pohle die parallele Nutzung sowohl als Gemeinschaftsunterkunft als auch als reines Wohnhaus für andere Menschen vorgesehen. Aufgrund der späteren Nutzungsabsicht werde darauf geachtet, dass von Anfang an alle notwendigen baulichen Vorkehrungen getroffen werden, die aufwändige nachträgliche Umbaumaßnahmen vermeiden helfen. Geplant ist der Baubeginn Anfang 2019. Die Auswahl des Standortes und den Bau der Einrichtung verantwortet der Senat. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat dafür keine Zuständigkeit. Nach den Sommerferien wird das Bezirksamt zusammen mit den zuständigen Senatsverwaltungen für Integration und Stadtentwicklung sowie dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten zu einer Informationsveranstaltung einladen. Sollte es in der Zwischenzeit weitere Informationen zu dem Projekt geben, werden diese online veröffentlicht. Unter dieser Adresse ist auch der Brief von Dagmar Pohle im Wortlaut zu finden.

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