Drinnen + draußen

Fasten! Fasten. Fasten?

14.04.2019, Birgitt Eltzel

Fotos: Linna Schererz

Es soll ja gesund sein, viele tun es. Also jetzt auch wir. Wir haben uns entschieden, einmal zu fasten. Allerdings ist das, was wir tun, eher als Fasten light zu bezeichnen. Seit einigen Tagen nach dem Aschermittwoch (vorher war uns das nicht eingefallen, der Entschluss kam eher spontan) verzichten wir auf Fleisch und Alkohol. So war es schließlich früher schon Sitte. Und warum auch nicht, soll schließlich gesund sein. Bis zum Karfreitag wollen wir Enthaltsamkeit üben. Wenigstens ein bisschen.

Das Fleisch ist schwach

Allerdings, das Fleisch ist schwach. Unseres natürlich, denn anderes rühren wir ja zurzeit nicht an. Oder nur in Ausnahmefällen. Wurst und Schinken, die anfangs noch im Kühlschrank lagerten, wurden natürlich zu Beginn unserer Entsagungswochen noch verspeist. Sollten ja nicht weggeschmissen werden. Und auch eine Flasche Wein und zwei, drei Biere (letztere  hatten sich selbst die aus religiösen Gründen fastenden Mönche im Mittelalter gegönnt) standen auf unserem Speiseplan. Das war’s dann aber auch schon mit dem Nicht-Regelkonformen. Die Menüs wurden sämtlich vegetarisch, manche sogar vegan. Und schmeckten im Übrigen nicht schlecht. Zum Glück haben wir ja eine Freundin, die Kochkurse gibt und Kochbücher schreibt. Sie hat uns gute Tipps für schmackhafte Gerichte gegeben (Danke, Lisa!).

Sehnsucht nach dem Karfreitag

Trotzdem sehnen wir nun den Karfreitag herbei. Da kommt zum Fastenbrechen erst einmal Fisch auf den Tisch, natürlich mit einer guten Flasche Weißwein. Und an den Feiertagen? Wir schwanken noch zwischen lecker Hühnchen oder schmackhaftem Kaninchen. Vielleicht gibt es auch beides. Sind schließlich zwei Festtage.

Nächstes Jahr wieder, aber nur light

„Das ist aber kein richtiges Fasten, was Ihr da so macht“, sagt der erwachsene Sohn, als wir ihm stolz von unseren Entbehrungen berichten. Er habe Heilfasten praktiziert, eine Woche nur Säfte und Tee getrunken, auf Genussmittel verzichtet und somit seinen Körper von innen regeneriert. Hm. Klingt gut. Aber uns hat es eigentlich auch so gereicht, zumal jeder von uns zwischen zwei und drei Kilogramm Gewicht verloren hat. Nächstes Jahr wollen wir wieder fasten, diesmal aber die ganze Fastenzeit lang. Allerdings nur nach unserer Light-Methode.


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