Bezirksamt beschließt Teilnahme am European Energy Award

Für ein besseres Klima

29.01.2020, Linna Schererz

Fotos: Birgitt Eltzel

Marzahn- Hellersdorf. Für ein besseres Klima: Das Bezirksamt hat kürzlich die Teilnahme am European Energy Award (eea)  beschlossen. Der Bezirksverordnetenversammlung soll das in der Februar-Sitzung zur Kenntnis gegeben werden. Der eea ist ist ein Managementsystem, das Kommunen unterstützt, Klimaschutz- und Energiepolitik sowie die entsprechenden Konzepte, Projekte und Maßnahmen systematisch, in sinnvoller Reihenfolge sowie Priorität effektiv umzusetzen.In Europa nehmen seit mehr als zehn Jahren rund 1.500 Gemeinden aus 16 Ländern teil. Bundesweit beteiligen sich derzeit 247 Kommunen und 47 Kreise beziehungsweise Landkreise daran.

Am Ende folgt eine Bewertung

Im Rahmen des eea werden Fördermittel bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (UVK) beantragt. Laut der von Stadträtin Nadja Zivkovic eingebrachten Beschlussvorlage läuft in diesem Rahmen der Prozess für effektiven kommunalen Klimaschutz drei Jahre. Dabei wird der Bezirk von einem externen Experten beraten. Die Leitung des Energieteams, das den eea innerhalb der Verwaltung koordiniert, übernimmt der bezirkliche Klimaschutzberater. Am Ende steht ein Audit – eine Bewertung der Wirksamkeit der Maßnahmen. Fällt dieses positiv aus, erfolgt im Anschluss die Auszeichnung mit dem European Energy Award. Mit diesem Label kann der Bezirk dann für sich werben – ähnlich wie beispielsweise Lichtenberg mit dem im vergangenen Jahr verteidigten Titel „Familienfreundliche Kommune“.

Bisher beteiligen sich vier Berliner Bezirke

In Berlin sind laut UVK-Verwaltung bisher mit den Bezirken Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Lichtenberg Vereinbarungen für das Pilotvorhaben “Einführung des eea” geschlossen worden. Sprecherin Dorothee Winden: “In Kürze wird Marzahn-Hellersdorf hinzukommen.” Auch Friedrichshain-Kreuzberg habe Interesse gezeigt. Die Teilnahme wird zu 100 Prozent gefördert. 80 Prozent der Fördermittel stammen aus dem Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung (BENE), 20 Prozent können über das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 (BEK 2030) beantragt werden. Aus dem BENE-Programm kommen Fördermittel, die laut Winden zwischen 45.000 bis 75.000 Euro je nach Bezirksgröße variieren. “Für die Bezirke ist das Programm eine Chance: Wenn Energieeinsparpotentiale mit wenig Kosten und Aufwand ausgeschöpft werden können, sinkt der Energieverbrauch und die Bezirke können Geld sparen. Zudem entsteht im Rahmen des Pilotvorhabens ein Netzwerk der Bezirke, das einen regelmäßiger Informationsaustausch bietet. So sind Synergieeffekte, Erfahrungen und Lösungsmöglichkeiten im Rahmen des Netzwerks nutzbar. Der eea ist ein guter Ansatz dafür, den Klimazielen der Stadt Schritt für Schritt näher zu kommen. Daher werben wir dafür, dass sich noch weitere Bezirke an dem Pilotvorhaben beteiligen”, sagt Dorothee Winden.

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