Hund + Katz

Es liegt ’was in der Luft

23.09.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Vorsicht, ab jetzt wird’s anrüchig. Denn Hund und Katz’ bringen nicht nur viel Freude ins Haus, sondern auch manches, was uns stinkt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wem schon einmal der Duft vom nassem Hundefell in die Nase gekrochen ist, weiß wovon die Rede ist. Und nicht nur das verursacht manchmal merkwürdige Gerüche in der Wohnung.

Alle haben etwas davon

Kater Winnie ist ein reinliches Tier – und sehr rücksichtsvoll gegenüber den Nachbarn. Anders als andere Katzen aus der Umgebung bevorzugt er keine Gärten, um sein Geschäft zu verrichten. Er nutzt die bestens mit duftbindendem Granulat ausgestattete Katzentoilette im Gästeklo. Weil seine Marke eine ganz besondere ist, haben leider auch alle anderen etwas davon. Schnell wegmachen und lange lüften, heißt die Devise. Und falls Besuch kommt, den Raum noch einmal gründlich inspizieren. Schließlich wollen wir ja, dass die Gäste wiederkommen. Die meisten jedenfalls.

Terriermischling Rudi dagegen ist es peinlich, seine Toilette im Haus zu halten. Das gehört sich schließlich für Hunde nicht. Das, was ein Canide tun muss, erledigt er in der freien Wildbahn. Assistiert von Herrchen oder Frauchen, die stets mehrere Tütchen mit sich führen, um die Hinterlassenschaften vergangener Mahlzeiten ordentlich aufzusammeln. So wie es sich gehört. Pech nur, dass auf manchen Strecken des Gassigangs Papierkörbe fehlen. So hat man das zweifelhafte Vergnügen, den Sch… eine ganze Weile spazieren zu tragen. Machen wir aber. Schließlich stören auf Straßen und Wegen herumliegende Häufchen. Uns ordentliche Hundebesitzer übrigens ebenso wie andere Passanten. Und wenn sich der vierbeinige Liebling noch darin wälzt, ist im fast wörtlichen Sinn die K… am Dampfen.

„Es war ihm unangenehm“

Kürzlich war Rudi unpässlich. Damit wurde auch sein Sinn für Hygiene enorm gestört. Erst am Morgen sahen wir, womit er nachts den Badteppich verschönert hatte. Ins Detail soll hier nicht gegangen werden. Der Hund jedenfalls machte wohlweislich einen großen Bogen um bewussten Ort. „Es war ihm unangenehm“, sagte die Tierärztin, als wir ihr den Patienten vorstellten. Schließlich sei Hunden der Instinkt angeboren, die eigene Höhle, also unsere Wohnung, sauber zu halten. Hmm. Warum passierte das aber in der zweiten Nacht noch einmal an gleicher Stelle? Zum Glück fühlt sich Rudi jetzt wieder wohl, ein paar Spritzen und eine Diät haben geholfen.

Wir Haustierbesitzer brauchen manchmal schon eine gehörige Portion Gelassenheit.

 

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