Erneut Vandalismus im Kienbergpark

27.11.2018, Birgitt Eltzel

Marzahn-Hellersdorf. Beschädigte Obstbäume an den Kienbergterrassen, herausgerissene Baumverankerungen, zerstörte Plattenabdeckungen von Natursteinmauern: Im Kienbergpark ist es laut Mitteilung der Grün Berlin GmbH in der vergangenen Woche erneut zu Vandalismus gekommen. Im Naturerfahrungsraum wurde in das sogenannte GreenHouse eingebrochen, das als Aufenthaltsraum für Kinder und Jugendliche sowie als Lager dient. Auf den Aufforstungsflächen innerhalb des Waldgebiets wurden Zäune demoliert und wertvolle Waldstaudenareale geschädigt. Nicht nur auf dem Kienberg selbst fand Vandalismus statt: Auch auf dem Areal der Beweidung in der Nähe des Umweltbildungszentrums gab es mutwillige Beschädigungen. So wurde das Stromgerät des Beweidungszauns der Pferdekoppel aufgebrochen und die gesamte Technik gestohlen. „Wir sind schockiert über die blinde Zerstörungswut, die sich gegen die Natur und Einrichtungen für die Allgemeinheit richtet. Das Team des Kienbergparks wird die Schäden schnellstmöglich beheben und den öffentlichen Park und seine Angebote wieder instand setzen“, sagt Grün Berlin Geschäftsführer Christoph Schmidt. Nicht zum ersten Mal wird der nach der IGA Berlin 2017 geschaffene, 60 Hektar große Volkspark Opfer von Vandalismus und mutwilliger Zerstörung. Laut Grün Berlin belaufen sich die Kosten in diesem Jahr bereits auf 15.000 Euro. Die Polizei wurde informiert, bisher wurde jedoch noch niemand gefasst. In diesem Frühjahr gab es zudem, wie berichtet, einen großen Vandalismusschaden in den benachbarten „Gärten der Welt“. Damals wurden 18 Japanische Zierkirschbäume abgeholzt. Auch das Bezirkliche Informationszentrum an der Hellersdorfer Straße wurde im Frühjahr durch Vandalen beschädigt. In den Sozialen Netzwerken war immer wieder von Einzelnen gegen die Grün Berlin GmbH Stimmung gemacht worden. Nicht nur der Waldumbau am Kienberg, der mehr Artenvielfalt bringen soll, sondern auch das vorgesehene Beweidungskonzept im Rahmen eines „Arche-Parks“ für bedrohte Nutztierrassen wurde kritisiert. An diesem will die Grün Berlin weiterhin festhalten, wie Geschäftsführer Schmidt kürzlich bei einem Workshop mit dem Verein „Freunde der Gärten der Welt“ erklärte. Im kommenden Jahr sollen weitere Weideflächen eingerichtet werden. Bisher weiden im Kienbergpark drei Pferde der Rasse Dülmener – eine Freude insbesondere für Spaziergänger mit Kindern.

 

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