Jahresbilanz 2018 des Amtes für Bürgerdienste

Emma und Emil beliebteste Vornamen

13.03.2019, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel (1-2), Bezirksamt Lichtenberg (3)

Lichtenberg. Aus organisatorischen Gründen wurden im Standesamt Lichtenberg Ende Februar eingeschränkte Sprechstunden eingeführt. Ausschließlich Terminsprechstunden fanden im Bereich des Sterberegisters sowie der Urkundenstelle statt. Das wird in der kommenden Zeit auch für die Bereiche Geburt und Ehe gelten. Ziel ist es, dadurch eine Verkürzung der Wartezeiten für die Kunden zu erreichen, so die für Bürgerdienste zuständige Stadträtin Katrin Framke (parteilos, für Die Linke). Terminbuchungen sind online möglich, weitere Informationen hier…

“Viel Licht und auch Schatten”

Framke stellte kürzlich bei einem Pressegespräch mit Bürgermeister Michael Grunst (Linke) den Jahresbericht 2018 des Amtes für Bürgerdienste  vor. Sie konstatiert: „Das Jahr war mit viel Licht, aber auch Schatten verbunden.“ So konnte nach knapp sechsmonatiger Bauzeit das Bürgeramt 1 in Neu-Hohenschönhausen für den Publikumsverkehr wieder geöffnet werden. Neben der Erweiterung der Zahl der Bedienarbeitsplätze wurde es durch die Anschaffung neuer Möbel attraktiver gestaltet. Im Bürgeramt 1 gibt es nun statt 11 insgesamt 16 Plätze für Kundinnen und Kunden. Trotz der Schließzeit wurden dort 2018  mehr als 66.000 Besucherinnen und Besucher bedient.

Fast 284.000 Besucher

Insgesamt besuchten im Vorjahr 283.191 Menschen die vier Lichtenberger Bürgerämter und das mobile Bürgeramt. Mit über 80.000 Kundinnen und Kunden war das Bürgeramt 2 Lichtenberg, gegenüber dem Rathaus, das am meisten frequentierte. Am häufigsten nachgefragt wurden in allen Bürgerämtern des Bezirks die An-, Ab- und Ummeldung einer Wohnanschrift (46.066), die Ausstellung und Verlängerung von Berlinpässen (40.888) sowie die Beantragung und Ausstellung eines Personalausweises (24.839).

Wachschutz und Schrill-Alarm

Problematisch gestaltete sich der Bereich des Standesamtes, konstatiert die Stadträtin. Dort sei es nicht gelungen, dem Bedarf gerecht zu werden, so dass sich ein Bearbeitungsrückstau ergab. Hintergründe seien die nicht ausreichende Zahl von Standesbeamtinnen und -beamten sowie ein hoher krankheitsbedingter Ausfall von Mitarbeitern. Das Bezirksamt habe mit drei neuen Stellen dafür gesorgt, dass die Personalunterdeckung aufgefangen werden konnte. „Erste interne organisatorische Maßnahmen haben bereits zu einer gewissen Entspannung beigetragen“, so Framke. Weil es keine ausgebildeten Standesbeamten „auf dem Markt“ gebe, werde der Nachwuchs jetzt durch den Bezirk selbst ausgebildet, sagt sie. Framke erinnert auch daran, dass es im Dienstgebäude Egon-Erwin-Kisch-Straße 2018 einen körperlichen Angriff auf eine Standesbeamtin gab. Diese sei von einem Kunden verletzt worden. Daraufhin wurde ein Wachschutz eingesetzt und ein sogenannter Schrill-Alarm angeschafft. Derzeit werde an einem Sicherheitskonzept für das gesamte Amt Bürgerdienste gearbeitet, berichtet die Stadträtin.

Beliebteste Trauorte Rathaus und Schloss

757 Ehen wurden im Jahr 2018 in Lichtenberg geschlossen. Beliebteste Trauungsorte sind weiterhin das Rathaus an der Möllendorffstraße 6 und das Schloss Friedrichsfelde. Vier Mal nahmen die Standesbeamten aber auch Haus- oder Krankenhauseheschließungen vor. Auf dem Niveau von 2017 blieben die Geburtsbeurkundungen mit 3.406 (2017: 3.395). Die beliebtesten Vornamen waren für die Mädchen Emma und Charlotte, für die Jungen Emil und Leon. 2.729 Sterbefälle wurden beurkundet, 295 mehr als 2017.

347 Einbürgerungen

Leicht gesunken ist die Anzahl der Wohngeldempfänger mit 4.930 Anträgen. Die Bearbeitungszeiten der Anträge auf Wohngeld und Wohnberechtigungsschein (4.687) konnten im Jahr 2018 weiter verringert werden. Diese lagen im Dezember 2018 bei 5,73 bzw. 6 Wochen. Drastisch erhöht hat sich mit 57 Prozent mehr als 2017 die Anträge auf Leistungen der Bildung und Teilhabe (insgesamt 3.982 Anträge).

Im Bereich der Einbürgerungsstelle wurden 2 Sachbearbeiter-Stellen (von insgesamt 4) neu besetzt. Dort ging es zunächst darum, die neuen Mitarbeiter gut einzuarbeiten. Bereits zum 4. Quartal konnte ihnen dann ein eigenständiges Aufgabengebiet übertragen werden, so Framke. Anträge auf Einbürgerung wurden von 538 Menschen gestellt (2017: 470). Vollzogen wurden 347 Einbürgerungen (2017: 392).

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