Eisbärenbaby aus dem Tierpark Berlin heißt jetzt Hertha

Nach dem Ball, nicht nach der Wurst

02.04.2019, Birgitt Eltzel

Fotos: 2019 Tierpark Berlin

Friedrichsfelde. Das Geheimnis ist gelüftet: Das Eisbär-Baby aus dem Tierpark Berlin heißt Hertha. Auf den Namen des Berliner Fußballclubs wurde der Nachwuchs von Mutter Tonja (9) am Dienstag, 2. April, „getauft“. Nicht zu verwechseln übrigens mit der Firma Herta und deren kalorienreichen Wurstspezialitäten.

Zehn Bewerber um die Patenschaft

Hertha BSC ist damit auch Pate für das am 1. Dezember 2018 geborene Tier, das jetzt täglich mit seiner Mutter auf der Eisbärenanlage zu sehen ist. Mehr als zehn Bewerbungen um die Patenschaft hatte es gegeben. „Kurz, griffig und mit einem Bezug zu ihrer Heimatstadt – mit Hertha haben wir uns für den perfekten Paten und Namen für unsere kleine Berlinerin entschieden“, sagt Zoo- und Tierpark-Chef Dr. Andreas Knieriem. So werde die kleine Eisbärin, auch wenn sie flügge wird und in eine andere Einrichtung zieht, immer mit Berlin verbunden bleiben. „Zudem ist Hertha offensichtlich auch eine richtige Sportskanone.“ Mit einer außergewöhnlichen Ausdauer habe sie bereits im zarten Alter von 11 Wochen einen Spielball durch ihre Höhle geschoben, so Kinieriem. Obwohl sie damals noch etwas wackelig auf den Beinen war, habe sie schon damals ihr gutes Ballgefühl gezeigt. Dieses Talent sei auch Berlins Profi-Fußballern nicht verborgen geblieben, erklärt Ingo Schiller, Geschäftsführer bei Hertha BSC: „Wir freuen uns, die kleine Eisbärin in der Hertha-Familie begrüßen zu dürfen. Bären passen einfach zu unserer Hauptstadt – egal ob brasilianisch wie unser Maskottchen Herthinho oder arktisch wie Hertha.“ Im Rahmen der zweijährigen Patenschaft finanziert Hertha BSC einen Teil der Versorgungskosten.

Besucher fallen in Verzückung

Ob die Berliner, von denen ein Großteil nicht übermäßig an dem Fußballclub hängt, mit der Namenswahl zufrieden sind, wird sich zeigen. Doch dem putzigen Eisbärchen verzeihen sie alles. Seit dem 15. März zeigt sich dieses unter mütterlicher Aufsicht im Freien, klettert auf den Eisbärenfelsen und plantscht begeistert im Wasser. Die Besucher fallen regelmäßig in Verzückung – und strömen besonders an den Wochenenden mit Kind und Kegel nach Friedrichsfelde. Dabei ist es noch nicht einmal sicher, ob sich das Bärchen überhaupt sehen lässt – als Baby braucht es schließlich auch noch viel Schlaf in der geräumigen Wurfhöhle. Vater Wolodja (7) ist übrigens, wie bei den als Einzelgänger lebenden Eisbären üblich, nicht an der Aufzucht beteiligt. Er lebt mittlerweile in einem Zoo in den Niederlanden.

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