Großer Bahnhof auf dem Sportplatz Am Rosenhag

Eintracht-Junioren: Ab nach China

03.08.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Mahlsdorf. Großer Bahnhof am Donnerstagabend, 2. August, für die A-Junioren des BSV-Eintracht Mahlsdorf auf dem Sportplatz Am Rosenhag: Die jungen Fußballer reisen nach China, um dort am Gothia Cup China teilzunehmen. Sie sind die einzige deutsche Mannschaft, die in diesem Wettbewerb der Jugendkicker antritt. 450 Teams aus 35 Nationen werden dort ihre Kräfte messen. Bereits vor zwei Jahren hatten sie, noch als C-Junioren am Gothia Cup im schwedischen Göteborg teilgenommen und belegten den 33. Platz unter 160 Mannschaften. Auf die Zahl der Teilnehmer bezogen, ist der traditionsreiche schwedische Gothia Cup das größte Fußballturnier der Welt. Jetzt will China den Wettbewerb für Fußballer im Alter von 11 bis 19 Jahren auch in Südostasien etablieren.

Junge Sportler sollen sich kennenlernen

René Rostock, mit Enrico Ziminske einer der beiden Trainer des Teams, sagt: „Wir hoffen darauf, ins Finale zu kommen.“ In der Altersklasse der Mahlsdorfer treten sechs Mannschaften an. Doch es gehe bei dem Turnier, das vom 13. bis 18. August in Quingdoa im Süden Chinas stattfindet, nicht nur um die sportlichen Leistungen, betont Teammanager Alexander Fischer: „Die jungen Leute aus den verschiedenen Nationen sollen sich auch untereinander kennenlernen.“ Zeit für Kultur sei ebenfalls eingeplant. Nach dem Cup geht es zurück nach Peking, die Verbotene Stadt und die Chinesische Mauer werden besichtigt.

Scheck von Sparkasse und Mitgliedern der Linken

Am Donnerstagabend gab es zunächst das obligatorische Gruppenfoto – und dann Schecks. Die Berliner Sparkasse stiftete 500 Euro, Mitglieder der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BBV) 200 Euro. „Nicht aus Fraktionsgeldern“, wie Zoe Dahler hervorhob. „Alles aus dem eigenen Portemonnaie.“ Zoe und ihr Ehemann Klaus-Jürgen Dahler, ebenfalls Linke und stellvertretender BVV-Vorsteher, sind Eltern eines Teammitglieds, des Mittelfeldspielers Benjamin Dahler. Natürlich reichen die Spenden allein nicht aus, den China-Trip zu finanzieren. Geld und Unterstützung kam von den Eltern der Jugendlichen, vom Verein und vom Gastgeberland.

Am kommenden Mittwoch geht’s los

Insgesamt 37 Mahlsdorfer (18 Spieler, aber auch Trainer und Eltern als Betreuer) besteigen am Mittwoch, 8. August, den Zug nach Hamburg. Von dort geht es per Flugzeug nach Dubai, dann nach Peking. Dort wird abermals ein Zug bestiegen: „Gegen 13 Uhr am Donnerstag sind wir in Qingdoa“, sagt Teammanager Fischer. Zurückerwartet in Berlin werden die jungen Kicker am 22. August gegen Mitternacht. Da die meisten von ihnen noch zur Schule gehen und das neue Schuljahr dann bereits begonnen hat, wurden sie für drei Tage freigestellt.

 

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