Gedanken-Brösel. Nicht auf Andere warten, sondern:

Einfach mal machen!

13.01.2019, Mike Abramovici

Foto: Mike Abramovici

Es könnte doch so einfach sein! Es gibt so viele schlaue Sprüche, so viele gute Tipps, so viel Gerede, und am Ende kommt nur recht viel warme Luft heraus. Warum wird eigentlich immer nur so viel geredet, und es passiert nichts? Fangen wir an mit Fahrverboten. Man könnte es doch auch als Chance betrachten, einfach mal einen autofreien Sonntag am Montag einzuführen. Und das bringt definitiv etwas für die Luft, wenn an diesem Tag nur der öffentliche Verkehr, Polizei, Krankenwagen, Feuerwehren fahren. Die Menschen werden sich besinnen, schwingen sich aufs Fahrrad oder benutzen unseren doch wirklich gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Dies wäre eine schnelle, gute, günstige Maßnahme. Da könnte noch nicht einmal die Autoindustrie was dagegen haben, die uns ja sowieso nur veräppelt und auch die Regierung vor sich hertreibt wie ein kleiner Schuljunge den Fußball.

Kommen wir zu unserem heißgeliebten Fußball: Es wird geschimpft und gejammert über Montags-Spiele, und man staune, die deutsche Fußball-Liga will sie ab Saison 2021/22 wieder abschaffen. Und nun könnte man ja denken, Fanproteste hätten dieses Umdenken bewirkt. Scheinheiligerweise stellen sich die Vereine auch hinter die Fangruppen. Dabei ist es nur die Gier der Vereine nach mehr Geld, jedwede Fußballspiele verkommen zum Event. Einige Steuersünder dieser Branche denken sogar über eine Superliga nach! Auch hier wäre es einfach, mal einen ordentlichen Protest zu starten. Alle Fans sollten einfach mal für zwei Spieltage komplett fern bleiben vom Stadion! Alle Fangruppen, welche die hübschen Choreographien, Sprechgesänge, Pyros machen, könnten einfach mal alle nicht hingehen. Dann würden die da oben in ihrer Kaviarabteilung allein bleiben. Mal sehen, ob die paar Hanseln Stimmung ins Stadion bekommen!

Ein kleiner Blick mal übers große Wasser zu Dingen, die einfach schon gemacht werden. In Australien spannt man einfach große Netze vor Abflussrohre, damit künftig kein Plastikmüll mehr in die Gewässer gespült wird. Klingt simpel, ist simpel, geht schnell. Kann man machen, und so gibt es definitiv viele Sachen, die sich schnell ändern lassen, ohne großen Aufwand, ohne großes Tamtam. Und merke, wir haben es in der Hand: Jeder von uns ist auch der Schmied seines kleinen und des großen Glücks. Wir müssen nicht warten, bis irgendjemand uns sagt, wie es geht. Einige Dinge können wir gleich selbst tun. Da brauchen wir keine Regierung, keinen Menschen, der uns sagt, dass wir das Auto mal nicht benutzen, mal nicht ins Stadion gehen oder Plastikmüll vermeiden können – wir können es einfach selbst machen!

 

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