Einbruchsversuch bei Schul-Schatz

26.11.2018, Birgitt Eltzel

Foto: Birgitt Eltzel

Biesdorf. Gold macht gierig: Marzahn-Hellersdorfs Schulstadtrat Gordon Lemm (SPD) bestätigte per Facebook eine Meldung der Tageszeitung B.Z. , wonach der Schulschatz in der neuen Fuchsberg-Grundschule bereits die ersten Einbrecher anlockte. Das „Goldene Nest“ des Berliner Künstlers Thorsten Goldberg befindet sich in einer Vitrine, die in eine Wand des Gebäudes eingelassen ist (wir berichteten). Erst am 16. November war das Kunstwerk aus reinem Gold, dessen Material etwa 28.000 Euro wert ist, öffentlich übergeben worden. Wie jetzt bekannt wurde, hat es bereits in der Nacht vom 21. zum 22. November einen Einbruchsversuch in der Schule am Habichtshorst gegeben. Dabei ist laut Lemm eine Glasscheibe der Foyertür zum Hof zerstört worden, weitere Schäden wurden durch das Aufhebeln der Tür verursacht. Am nächsten Tag wurde eine Notfallverglasung angebracht. „Traurig zu sehen, dass bestimmte Menschen auch nicht vor unseren Schulen halt machen, um sich zu bereichern. Gut, dass das Kunstwerk aus genau diesem Grund einbruchssicher aufbewahrt wird. Einbrüche lohnen sich hier also nicht, sie beschädigen nur die Schule!“, schreibt Lemm. Denn die Vitrine, in der sich der Schatz befindet, ist luftdicht verschlossen, schussfest und luftdicht verschweißt sowie vielfach gesichert in die Wand eingelassen. Nach 14 Jahren kann die Schule über das Gold verfügen, Schüler, Lehrer und Eltern müssen sich aber im Verwendungszweck einig sein. Der Künstler verzichtet dafür auf sein Urheberrecht. Lemm regte angesichts des Einbruchs an, jetzt eine Replik herzustellen und das Original anderswo sicher aufzubewahren. Denn die Kosten für die Beseitigung von Einbruchsschäden muss der Bezirk tragen.

 

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Leserkommentare

  1. Schul-Schatz
  2. Wie wäre es mit einer nächtlichen Videoüberwachung, um die weiteren Täter, die bestimmt kommen werden, zumindest optisch festzuhalten.

  3. Das wäre eine Möglichkeit. Entscheiden darüber müssen aber Schule und Bezirk gemeinsam. Bei Videoüberwachung tut man sich in Berlin ja ziemlich schwer…

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