Pylon am Helene-Weigel-Platz soll endlich erneuert werden

Die beschädigte Landmarke

08.08.2018, Birgitt Eltzel

Foto: Birgitt Eltzel

Marzahn. Er war ein Hingucker, der vier Meter hohe Pylon am Helene-Weigel-Platz. Vor mehr als drei Jahren wurde die sogenannte Landmarke mit einer Karte, auf der alle Geschäfte und Einrichtungen rund um den Platz vor dem alten Marzahner Rathaus aufgeführt sind, aufgestellt. Marzahns erster Bürgermeister Gerd Cyske freute sich bei der Einweihung, erhielt doch der Helene-Weigel-Platz damit auch seine erste öffentliche Uhr. Die hatte sich Cyske, von der Bezirksgründung bis 1990 Bezirkschef, immer gewünscht, aber nie bekommen.

Eingedellt und mit Graffiti beschmiert

Die Uhr funktioniert noch immer, der Pylon aber ist in einem beklagenswerten Zustand. Er ist mit Graffiti beschmiert und bereits seit Monaten ist eingedellt. Ein Markthändler soll dagegen gefahren sein, erzählt man sich. Auf dem Areal findet regelmäßig ein Wochenmarkt statt, auf dem Lebensmittel, Textilien und Schnickschnack verkauft werden.

Etwa 20.000 Euro Kosten

Dass es tatsächlich einer der Händler war, der gegen die Landmarke geprallt ist, kann Johannes Martin (CDU), Stadtrat für Wirtschaft, Grün und Tiefbau, allerdings nicht bestätigen. „Der Verursacher ist leider unbekannt“, sagt er. Damit könne er auch nicht zur Rechenschaft gezogen werden – und der Bezirk muss eine Reparatur selbst bezahlen. Weil der Pylon auf der Westseite des Helene-Weigel-Platzes eine Sonderanfertigung ist, wird das nicht billig. „Es wird etwa 20.000 Euro kosten“, sagt Martin. Dennoch soll die Säule mit dem rot-gelben Logo des Helene-Weigel-Platzes erneuert werde. „Wir hoffen, dass wir möglichst rasch hinkriegen“, sagt der Stadtrat.

Zukunftsagentur Helene-Weigel-Platz

Die Landmarke, die auch nachts beleuchtet wird, gehörte zu Maßnahmen für die Belebung des Helene-Weigel-Platzes, die von 2012 bis 2015 durch eine eigens gebildete Zukunftsagentur realisiert wurden. Rund 180.000 Euro Fördermittel kamen in dieser Zeit aus den Programmen Soziale Stadt und Wirtschaftsdienliche Maßnahmen. Zu den Aufgaben der Zukunftsagentur gehörte auch, ein Konzept für die Westseite des Platzes zu erarbeiten. Getan hat sich dort allerdings noch nichts – das wird erst mit dem Abriss des Kinos Sojus beginnen, der nach mehrfacher Verschiebung vom Eigentümer für Ende 2018/2019 avisiert ist. Wie berichtet, sollen dort seniorengerechte Wohnungen und ein Supermarkt entstehen.

 

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