Das Umweltbüro an der Passower Straße besteht seit sechs Jahren

Die Artenvielfalt Lichtenbergs

01.10.2018, Steffi Bey

Fotos: Steffi Bey (1-2), Birgitt Eltzel (3)

Neu-Hohenschönhausen. Am Rande des Neubaugebietes, direkt neben den Falkenberger Krugwiesen steht ein stabiles Holzhaus: Es besteht aus dicken Stämmen, hat rustikale Fensterläden und einen breiten Schriftzug, auf dem „Umweltbüro Lichtenberg“ zu lesen ist. Vor sechs Jahren wurde dieser Anlaufpunkt an der Passower Straße 35 eröffnet. „Interessierte können sich bei uns über den Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie die Artenvielfalt informieren“, sagt die Leiterin Doreen Hantuschke. In persönlichen Gesprächen werden Fragen beantwortet, manchmal auch Broschüren mitgegeben und auf verschiedene Veranstaltungen und Projekte hingewiesen.

2017 mehr als 2.300 Besucher

Diese öffentliche Arbeit bildet einen wichtigen Baustein des Umweltbüros. „Allein im vergangenen Jahr haben wir rund 90 Veranstaltungen durchgeführt, an denen mehr als 2.300 Besucher teilnahmen“, macht die Chefin deutlich. Dazu gehörten spezielle Themen-Führungen wie zu Lichtenberger Alleen, aber auch Radtouren und Foren, auf denen Experten unter anderem die Artenvielfalt in den Mittelpunkt stellten. Zudem gab und gibt es verschiedene Thementage: Zu Textilien beispielsweise, wo die Mitstreiter eigenhändig Stoffe mit Naturprodukten färben. Oder auch unter fachmännischer Anleitung selbst Naturkosmetik herstellen. „Inzwischen machen viele Stammbesucher mit“, freut sich Doreen Hantuschke. Aber die drei Mitarbeiterinnen planen nicht nur eigene Veranstaltungen, sondern nehmen ebenso an berlinweiten Events teil: Am „Umweltfestival“ am Brandenburger Tor oder am „Langen Tag der Stadtnatur“ zum Beispiel.

Schmetterlinge als Kalender-Thema

Viel Zeit wird außerdem in die Erfassung, Vernetzung und Bündelung von Aktivitäten der im Natur- und Umweltbereich tätigen Akteure Lichtenbergs investiert. Und es gibt mittlerweile eine schöne Tradition: Das Büro gestaltet seit ein paar Jahren den vom Bezirkssamt herausgegebenen Umweltkalender. Als Motto dienten bereits „Lichtenberger Alleen“, „Artenvielfalt“ und „Grüne Höfe“. 2019 sollen Schmetterlinge im Mittelpunkt stehen.

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Umwelt und Bildung erschienen schon zehn Karten mit Lichtenberger Wanderungen: Die Ufer-, die Malchow-, die Seen-, die Geschichts- und Parktour gehören dazu. „Auf den Festen, an denen wir teilnehmen, haben wir immer ein paar Stapel dabei und werden sie reißend los“, berichtet Doreen Hantuschke.

Sprechstunden im Rathaus

Noch mehr Besucher wünscht sich die 39-Jährige aber in den „Mobilen Sprechstunden“. Jeden zweiten Dienstag monatlich kommen dazu Mitarbeiter des Umweltbüros zwischen 16 und 18 Uhr ins Rathaus Lichtenberg. Diejenigen die den Service wahrnehmen, weisen häufig auf Müllecken hin oder stellen Fragen zu aktuellen Bebauungsplänen. „Ich hake dazu in der Verwaltung nach“, macht die Diplom-Ingenieurin für Landschaftsnutzung und Naturschutz deutlich.

Namen für Wege in der Feldmark

Dass durch das Engagement vom Umweltbüro schließlich die Wege in der Wartenberger- und Falkenberger Feldmark endlich Namen erhielten, macht sie ein bisschen stolz. „Wir haben die Anwohner aufgerufen, Vorschläge zu machen, die letztendlich der Lichtenberger Kulturausschuss auswählte“, sagt Doreen Hantuschke. Träger des Umweltbüros ist der Verein Naturschutz Berlin-Malchow. Zu den Partnern gehören außerdem das Umwelt- und Naturschutzamt, der Förderverein Landschaftspark Nordost und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub.

 

Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden