Basis für mehr Pünktlichkeit sowie Qualität der ICE- und IC-Züge

Deutsche Bahn baut ICE-Werk aus

28.08.2019, Volkmar Eltzel

Fotos: Marcel Gäding. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Rummelsburg. Mit Investitionen in Höhe von 260 Millionen Euro hat die Deutsche Bahn damit begonnen, ihr ICE-Werk Berlin Rummelsburg massiv auszubauen. Der Ausbau umfasst die Vergrößerung der Werkshalle, größere Materiallager und zusätzliche Behandlungs- und Abstellanlagen für ICE- und Intercity-Züge. Mit den Investitionen erhöht die DB die Kapazitäten des Werkes deutlich: Künftig sollen rund 30 Prozent mehr Züge gewartet und gereinigt von Rummelsburg auf ihre Fahrt gehen. Mit 120 zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern will die DB außerdem die Leistungsfähigkeit des Werkes verstärken. 2023 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

So soll der Erweiterungsbau in Rummelsburg ablaufen:

© Quadra Ingenieure GmbH
 

„Deutschland braucht eine starke Schiene“, sagt DB Fernverkehrsvorstand Michael Peterson. „Deswegen schaffen wir neue Züge an und bauen unsere Instandhaltungswerke massiv aus.“ Dem Werk in Rummelsburg komme dabei eine Schlüsselrolle zu. Von dort würden die meisten Fernverkehrszüge in Deutschland starten, erklärt der DB-Manager. „Mit dem Ausbau des Standorts sorgen wir für zuverlässigere und komfortablere Züge – damit wir noch mehr Menschen für das klimafreundlichste Verkehrsmittel Bahn gewinnen können.“

Für die Umwelt: LED-Beleuchtung und Nistkästen

Wie die Bahn mitteilt, werde bei allen Ausbaumaßnahmen auf den Umwelt- und Artenschutz besonderes Augenmerk gelegt. Ein modernes Energiemanagement sorge beispielsweise für den schonenden Einsatz von Ressourcen. Mit LED-Beleuchtung in der alten und in der neuen Halle sorge man langfristig für einen geringeren Stromverbrauch. In eigens errichteten Niststätten auf dem Betriebsgelände sollen künftig auch vom Aussterben bedrohte Vogelarten ein neues Zuhause finden.

Bundesweit 1.000 neue Arbeitsplätze

Schon heute ist Berlin einer der größten Standorte für die Bereitstellung von ICE- und Intercity-Zügen in Deutschland. Hier werden täglich rund 75 Züge für die nächste Fahrt gereinigt, kontrolliert und repariert. Bundesweit investiert die Deutsche Bahn rund 500 Millionen Euro in ihre Instandhaltungswerke des Fernverkehrs. Zudem sollen in den Werken insgesamt 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wie die DB mitteilt, ist die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits eingestellt. So will man die Basis für mehr Pünktlichkeit sowie Qualität der ICE- und IC-Züge verbreitern. Größere Hallen, erweiterte Werkstätten und Lager sowie neue Behandlungs- und Abstellgleise können dafür sorgen, dass die Züge künftig schneller und besser instandgehalten werden. Auch die Digitalisierung und Automatisierung werden weiter vorangetrieben.

Bereits im Januar 2016 hatte die Deutsche Bahn in Rummelsburg ihre neue ICE-Instandhaltungsanlage mit einer 370 Meter langen „Triebzughalle“ eröffnet. Gut 40 Millionen Euro flossen damals in die moderne Werkstatt, in der auf vier Ebenen gleichzeitig gearbeitet werden kann. LiMa+ berichtete.


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