725 Jahre Lichtenberg

Das Jubiläumsjahr endet

24.02.2014, Birgitt Eltzel

Foto: Volkmar Eltzel

Lichtenberg. Fast ein Jahr lang gab es Veranstaltungen und Feste – nun endet das Jubiläumsjahr. 725 Jahre Lichtenberg wurde ordentlich gefeiert, das Museum Lichtenberg hatte dazu eine viel beachtete Ausstellung aufgelegt. Die heißt “Große Geschichte der kleinen Dörfer” und widmet sich nicht nur dem namensgebenden Ort, sondern auch Friedrichsfelde, Wartenberg, Malchow, Hohenschönhausen und Falkenberg. Die im 13. und 14. Jahrhundert entstandenen Dörfer sind seit 2001 Ortsteile im Großbezirk Lichtenberg. Dessen älteste urkundliche Erwähnung datiert vom 24. Mai 1288 – sie findet sich in Dokumenten eines Grenzstreites zwischen den Orten Stralow (Stralau) und Rosenfelde (heute Friedrichsfelde).

Bekannte Persönlichkeiten
In der Exposition im alten Stadthaus an der Türrschmidtstraße 24 , das jetzt Bezirksmuseum ist, geht es aber nicht nur um Zahlen und Fakten, sondern vor allem um Persönlichkeiten, die die Geschichte Lichtenbergs prägten. So werden einst berühmte Bewohner der Dörfer vorgestellt – preußische Minister, bekannte Politiker. Darunter war beispielsweise Paul von Fuchs (1640-1704), der federführend beim Toleranzedikt von Potsdam mitwirkte. Er hatte im 17. Jahrhundert das Gut Malchow übernommen. Marie Elisabeth von Humboldt (1741-1796), die Mutter der Humboldt-Brüder Wilhelm und Alexander, erwarb nicht nur das Gut Falkenberg und ließ die Kirche des Dorfes umbauen, sondern ist auch im Ort bestattet.

Museumsleiter Thomas Thiele und die anderen Autoren der Ausstellung (Barbara Plath, Knut Käpernick, Gunnar Möller, Rolf Meyerhöfer und Dirk Moldt) stehen am Dienstag, 25. Februar, zwischen 16 und 18 Uhr noch einmal im Bezirksmuseum allen Geschichtsinteressierten für Fragen zur Verfügung. Abschließend gibt es auch eine Führung durch die Ausstellung.

Fontane und Musik
Am 7. März  um 19 Jahr findet dann der offizielle Abschluss des Jubiläumsjahres statt: Mit Lesungen aus Theodor Fontanes “Wanderungen durch die Mark Brandenburg”, speziell nach Friedrichsfelde und Malchow, begleitet von Musik aus Barock und Klassik wird ein literarisch-musikalisches Programm in Schloss Friedrichsfelde den Schlusspunkt setzen. Der Eintritt kostet 5 Euro (erm. 3).

 

 

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