Bilanzbroschüre des QM Marzahn NordWest erschienen

Bunter Stadtteil

11.06.2020, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Marzahn. Das Cover der soeben erschienen Publikation „Bunter Stadtteil Marzahn NordWest – Quartiersmanagement 2010 bis 2020“ zeigt Farbe. Die Fotografin stand auf dem Dach des Kulturhochhauses an der Wittenberger Straße 85. Dort eröffnete sich ihr ein weiter Blick – und augenscheinlich wurde, wie zutreffend der Titel der 80-seitigen Broschüre ist. Denn der baulich jüngste Stadtteil von Marzahn, die ersten Häuser dort wurden 1984 bezogen, ist bunt und vielseitig. Nicht nur, weil Häuserfassaden, Grün und Blüten für Farbe sorgen. Seit 1999 ist er Quartiersmanagement (QM)-Gebiet, das territorial größte in Berlin. In diesem Jahr läuft die Förderung durch das Programm Soziale Stadt aus, das QM wird beendet. Vieles wurde erreicht, etliches aber bleibt weiterhin zu tun.

Bezug auch auf erste Dekade genommen

Unser BezirkePlus-Verlag hat in der jetzt vorliegenden Broschüre im Auftrag des Quartiersmanagements und von Vision e.V. vor allem die Entwicklung der letzten zehn Jahre skizziert. Seit 2010 wird das Programm Soziale Stadt im QM-Gebiet unter Trägerschaft der Kiek in – Soziale Dienste gGmbH umgesetzt. Doch auch auf die erste Dekade wurde im vorliegenden Heft Bezug genommen. Denn ohne deren Ergebnisse, insbesondere auch dem Wirken des ersten, selbstorganisierten Bewohnerbeirats, würde vieles im Stadtteil anders aussehen. Prägendes wie die „Ahrensfelder Terrassen“ oder das Schorfheideviertel mit den Plastiken von röhrenden Hirschen und der Kiefern-Graslandschaft wirkt noch heute und verleiht dem Stadtteil Flair.

Ein Jahr vor Ort

Ein Jahr lang waren wir vor Ort, haben mit Aktiven gesprochen, Projekte kennengelernt, Subbotniks und Feste erlebt, den Stadtteil erkundet. Und obwohl wir selbst im Bezirk leben und auch Marzahn Nordwest seit vielen Jahren kennen, haben wir viel Neues und auch Unerwartetes entdeckt. Redaktionsschluss für die Broschüre war bereits im November 2019, weshalb sich bis jetzt schon wieder einiges verändert hat. Geblieben ist aber Eins: Der Marzahner Nordwesten ist ein Stadtteil, in dem viele Menschen gern leben und sich engagieren – seien es die Rührigen um Martina Bikádi im Kulturhochhaus, die freundlichen Frauen in der Heinrich-von-Kleist-Bibliothek oder die Mitstreiter im Bürgergremium und dem Alternativen Stadtteilaktiv (ASA).

Höhenangst überwunden

Was das Schwierigste für die Autorin war, die auch zahlreiche Bilder beigesteuert hat: Höhenangst zu überwinden, als es das Foto vom Hochhaus-Dach zu schießen galt. Denn hinauf ging es von der obersten Etage nur durch eine Luke, die man erst einmal mit einer ziemlich wackligen Leiter erreichen musste. Und das gleich zweimal. Denn ausprobiert wurde, ob nicht ein anderer Elfgeschosser in der Nähe noch einen besseren Überblick bietet. (Tat er nicht.) Herzlichen Dank noch einmal an den Hausmeister der degewo, Mario Lübke, für die gute Betreuung und den Mut-Zuspruch dabei!

Zu haben im Quartierbüro

Ursprünglich sollte die Publikation in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Coronabedingt fiel das leider aus. Wie das QM mitteilt , können sich Interessierte jetzt ein Exemplar im Quartiersbüro, Havemannstraße 17A, abholen – solange der Vorrat reicht. Außerdem ist sie im Bestand der Heinrich-von-Kleist-Bibliothek.

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