Brillen spenden – Sehen schenken

13.01.2020, Volkmar Eltzel

Lichtenberg. Das Projekt „Brillenbox“ sammelt gebrauchte, gespendete Brillen, die im Anschluss katalogisiert, verpackt und im funktionsfähigen Zustand dem Projekt „BrillenWeltweit“ übergeben werden. Im Rahmen des gemeinnützigen Projekts erhalten bedürftige Sehbeeinträchtigte in Entwicklungsländern eine aufgearbeitete Brille. Die Ausbesserungsarbeiten an den gesammelten Brillen übernehmen Personen, die seit längerer Zeit arbeitssuchend sind.

Aktuell steht eine Brillenbox im Bürgeramt 2 in der Normannenstraße 1-2. Diese wechselt am 17. Februar zum Standort der AWO Margaretentreff in der Zachertstraße 52.

Eine zweite Brillenbox wird durch die Lichtenberger Bibliotheken rotieren. Bis zum 9. März 2020 steht diese in der Anna-Seghers-Bibliothek am Prerower Platz 2 und wechselt anschließend in die Anton-Saefkow-Bibliothek am Anton-Saefkow-Platz 14.

Da eine Brille in Entwicklungsländern laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) oftmals das bis zu 10fache eines Monatslohns kostet, können sich dort viele Menschen die Seh-Hilfe nicht leisten.

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) ruft dazu auf, ungenutzte Brillen abzugeben, statt zu entsorgen: „Die Idee der Brillenbox ist so einfach wie genial. Anstatt alte Brillen wegen kleiner Makel zu entsorgen, können sie sie spenden und so Sehen schenken. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Das Projekt unterstützt mit der Wiederverwertung von ungenutzten Brillen die Abfallvermeidung, gibt Arbeitssuchenden eine sinnvolle Beschäftigung und Sehhilfebedürftige in Entwicklungsländern erhalten eine gebrauchsfähige Brille.“

Das Projekt wurde von der trias gGmbH und der Re-Use Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klima ins Leben gerufen und wird über das Jobcenter Berlin-Spandau gefördert.

Die Liste aller aktuellen berlinweiten Sammelorte ist auf der Seite der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zu finden.


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