Tausende beim Bürgertag in der früheren Stasi-Zentrale

Besucherandrang bei „Horch und Guck“

17.01.2015, Andrea Scheuring

Fotos: Andrea Scheuring. Zum Vergrößern auf das Hauptbild klicken.

Lichtenberg. Die Sonne ließ an diesem Sonnabend, 17. Januar, in Lichtenberg etwas auf sich warten. Anders die Besucher des Bürgertags auf dem Gelände der früheren Stasi-Zentrale in der Ruschestraße. Sukzessive füllten sich ab dem Vormittag die Ausstellungsräume, Diskussionsrunden und Infostände der Behörde des Bundesbeauftragten (BStU), der Gedenkstätte Hohenschönhausen, der Bundeszentrale für politische Bildung, Robert-Havemann-Gesellschaft, des Fraunhofer Instituts, von Opfervereinigungen u.a.. Jung und Alt nutzten zahlreich die Möglichkeit, sich die neue Dauerausstellung „Staatssicherheit in der SED-Diktatur“, die von der BStU und dem Verein Antistalinistische Aktion erarbeitet worden war, in Haus 1 anzuschauen und bei Führungen den Dienstsitz Erich Mielkes zu erkunden. Auch das einstige Offizierscasino des MfS und das Haus 7 mit dem Stasi-Unterlagen-Archiv hatten unter dem Motto „25 Jahre Ende der Stasi“ ihre Türen für interessierte Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Zahlreiche Besucher ließen sich vor Ort beraten und stellten einen Antrag auf Akteneinsicht.

Im vergangenen Jahr hatten 67.763 Menschen bei der BStU Anträge auf persönliche Akteneinsicht gestellt. Seit Bestehen der Behörde sind damit 3.050.000 Anträge von Privatpersonen eingegangen.
Zum Bürgertag hatte Roland Jahn, der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, anlässlich des 25. Jahrestages der Erstürmung der ehemaligen Stasi-Zentrale durch DDR-Bürger am 15. Januar 1990 aufgerufen. LiMa+ berichtete. Seiner Einladung waren am Sonnabend schätzungsweise 7.000 Besucher gefolgt.

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