Künftig wird auf der Trabrennbahn Karlshorst getrödelt

Berlins größter Trödelmarkt zieht um

28.09.2018, Marcel Gäding

Fotos: oldthing. R. Pröhm & M. Schrottmeyer GbR. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Karlshorst. Der „Berliner Riesenflohmarkt“ wechselt nach 16 Jahren seinen Standort. Künftig treffen sich auf dem Gelände der Trabrennbahn in Karlshorst Händler aus ganz Europa. Am Mittwoch, 3. Oktober, werden dort bis zu 30.000 Besucher erwartet. In ganz Berlin gibt es nach Veranstalterangaben keinen größeren Trödelmarkt dieser Art.

Vom Ostbahnhof nach Karlshorst

Bislang fanden die privaten und gewerblichen Händler rund um die einstige Galeria Kaufhof am Ostbahnhof Platz. Doch seit dort das gesamte Haus zu einem Bürokomplex umgebaut wird und auch die Deutsche Bahn AG Arbeiten am Ostbahnhof angekündigt hat, wird es zunehmend enger. „Daher haben wir vor zwei Jahren entschieden, uns nach Alternativen umzuschauen“, sagt Regina Pröhm, die mit ihrem Mann Michael Schrottmeyer immer am 1. Mai und am 3. Oktober den Riesenflohmarkt organisiert. Weil es aber in Berlin kaum noch öffentliche Freiflächen gibt, gestaltete sich die Suche schwierig. Der ursprüngliche Plan, auf die Karl-Marx-Allee zu ziehen, wurde vom Bezirksamt abgelehnt. „Und da lag es auf der Hand, mal bei uns vor der Tür zu schauen.“

700 Stände auf der Trabrennbahn

„Vor der Tür“ – das ist in Karlshorst, wo Pröhm und Schrottmeyer schon länger mit schönen alten Dingen an der Treskowallee 116 handeln. Nicht weit davon befindet sich die Trabrennbahn, die inzwischen Teil des Pferdesportparks ist. Dort seien sie mit offenen Armen empfangen worden, berichtet Regina Pröhm. Platz gibt es rund um das ovale Geläuf reichlich – immerhin 3,7 Quadratkilometer. Hinzu kommen die gute Verkehrsanbindung per Bus, Tram und S-Bahn sowie die gute Lage im Grünen. Platz braucht es auch, immerhin müssen rund 700 Flohmarktstände untergebracht werden. Für die beiden Veranstalter gibt es um viel, denn in der Szene hat der „Berliner Riesenflohmarkt“ längst über die Grenzen der Bundesrepublik einen Namen bei Sammlern, Händlern und Liebhabern hochwertigen Trödels. Das mag auch daran liegen, dass Besucher dort auf besonders viel Kunst, Vintage und Antiquarisches stoßen – zudem ist eine Sammlerbörse für alte Ansichtskarten, Briefmarken und Münzen in der Tribünenhalle mit 100 Ausstellern geplant. Gekauft werden kann aus allen Epochen wie Biedermeier, Jugendstil oder DDR. Nur ein Markt auf den Theresienwiesen in München ist mit 1.000 Ständen größer.

Geöffnet ist der „Berliner Riesenflohmarkt“ auf der Trabrennbahn in der Treskowallee am Mittwoch, 3. Oktober, von 9 bis 17 Uhr. Informationen gibt es telefonisch unter 030 5 09 93 82.

 

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