CleanTech Business-Park

Baukosten geringer als geplant

31.01.2014, Birgitt Eltzel

Foto: Klaus Tessmann

Marzahn. Wann hat man in letzter Zeit schon einmal in Berlin eine solche Nachricht gehört? Die Baukosten für den CleanTech Business-Park an der Wolfener Straße reduzieren sich um viele Millionen Euro: “Wir bleiben weit unter dem Plan”, sagt Marzahn-Hellersdorfs Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU). Statt der ursrünglich vorgesehenen 42 Millionen Euro würden für die Herrichtung des künftigen Industriegeländes voraussichtlich nur knapp 35 Millionen Euro benötigt, so Gräff. Die Kostensenkung rührt zum vor allem daher, dass sich auf dem Flächen, die früher größtenteils zum Klärwerk Falkenberg gehörten, weitaus weniger Verunreinigungen befinden als ursprünglich angenommen.

Erster Spatenstich 2012
Der erste Spatenstich für das mit 90 Hektar künftig größte Berliner Industriegebiet erfolgte im Herbst 2012. Die Fertigstellung, das heißt der Abschluss aller Infrastrukturmaßnahmen wie der Schaffung von Straßen und Kanalisation, ist im Jahr 2015 geplant. Der Standort inmitten des rund 1.200 Hektar großen Gewerbegebietes Berlin Eastside ist speziell für produzierende Unternehmen aus den Bereichen Erneuerbare Energien und Umwelttechnologien vorgesehen.

Vergabe erst nach Ende der Bauarbeiten
Die Grundstücke können laut Gräff erst nach dem Abschluss der Baumaßnahmen verkauft werden, es gebe auch keine Möglichkeiten für Reservierungen. Dennoch hat der Bezirk bereits im vergangenen Herbst auf der Immobilienmesse Expo Real in München sein Projekt vorgestellt. Es gab bereits sogenannte Letter of Intent – Interessenbekundungen für eine Ansiedlung. Allerdings werden laut Gräff wohl nicht alle zum Tragen kommen. So habe sich der Gasspezialist Linde AG inzwischen zurückgezogen, weil das Unternehmen seine Aktivitäten neu ausrichten will.

Bereits im Jahr 2013 wurde ein Vergabeausschuss für den Industriepark gegründet, dem neben dem Bezirk auch die Wirtschafts- und die Finanzverwaltung des Senats sowie die Berliner Wasserbetriebe angehören. Im direkten Umfeld des Areals befinden sich Produktions- und Industriestätten namhafter Unternehmen wie Knorr Bremse, D&N Kraftwerksanlagenbau, Harry-Brot, Coca-Cola, Niles Werkzeugmaschinen und die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR); darüber hinaus viele kleine und mittelständische Unternehmen.

Foto 1: Schornsteinsprengung am 17. September 2012 auf dem Gelände des künftigen CleanTech Parks
Foto 2: Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (l.) zeigt Stadtentwicklungssenator Michael Müller 2012 das Areal
Foto 3: Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit bei dem Solarhersteller Inventux
Foto 4 und 5: Noch vor den Bauarbeiten – das Gelände des ehemaligen Klärwerks

 

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