Barrierefreie Orte markieren

28.08.2019, Volkmar Eltzel

Plakat: Bürgertreff Gemeinsam im Kiez leben. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Hohenschönhausen. Der Bürgertreff „Gemeinsam im Kiez leben“ in der Schöneicher Straße 10a plant für den Spätsommer und Herbst besondere Aktionen für Mitmenschen, die in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe durch fehlende Barrierefreiheit beeinträchtigt sind.

Unter www.Wheelmap.org gibt es eine nahezu weltweite Straßenkarte, in der rollstuhlgerechte Orte und Einrichtungen markiert und dann gefunden werden können. Sie basiert auf OpenStreetMap. Der Berliner Verein Sozialhelden e.V. entwickelte mit der Anwendung, die auch als App verfügbar ist, ein Werkzeug, das Menschen die Mobilität im Alltag erleichtert. Jede und Jeder kann diese Wheelmap zum Finden barrierefreier Orte nutzen. Durch neue Markierungen können alle ganz einfach öffentliche Orte hinzufügen.

Alle können mitmachen

Gemeinsam mit allen Interessierten aus der Nachbarschaft Alt-Hohenschönhausen Süd möchte der Bürgertreff rollstuhlgerechte Orte und Plätze in der Umgebung aufsuchen, sie auf ihre Barrierefreiheit testen und anschließend in der Karte markieren. Damit soll auch auf jene Orte aufmerksam gemacht werden, die für viele beeinträchtigte Menschen noch nicht zugänglich sind.

Jede und jeder, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung, kann mitmachen. Es ist ganz einfach! Der Bürgertreff lädt alle ein, bei der Info-Veranstaltung am Donnerstag, 5. September, ab 18:30 Uhr in der Schöneicher Straße 10a Näheres über die geplanten Mapping-Aktionen zu erfahren.

Hier schon mal die Termine für die drei geplanten Aktionen:
1. Aktion: Mittwoch, 18. September, 14:30 bis 17:30 Uhr
2. Aktion: Montag, 23. September, 17 bis 20 Uhr
3. Aktion: Dienstag, 8. Oktober, 17 bis 20 Uhr

Treffpunkt ist immer der Bürgertreff, Schöneicher Straße 10a, 13055 Berlin.

Bitte daran denken und helfen

Die meisten Fußgänger bewegen sich in ihrem Alltag selbstverständlich von A nach B, ohne groß nachdenken zu müssen. Es gibt aber viele Menschen, für die das keine Selbstverständlichkeit ist. Menschen mit Kinderwagen, mit einem Gipsbein, mit Rollator oder Rollstuhl werden täglich mit baulichen Barrieren konfrontiert. Sie kommen nicht eigenständig ins Café, die Apotheke oder das Kino, weil am Eingang oder drinnen Stufen sind. Oder weil zum Beispiel die Eingangstür für ihren Rollstuhl oder Kinderwagen zu schmal ist. Sie müssen sich vorher genau informieren, ob und wie sie zu dem gewünschten Ort gelangen, ob und wie sie hineinkommen, ob und wie sie die Toilette benutzen können. – ob sie außen vor bleiben und ausgeschlossen werden, weil die Barrierefreiheit nicht gewährleistet ist.


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