Ausstellung „Bewegung als Traum“

07.10.2019, Volkmar Eltzel

Teaser: BA Lichtenberg. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Alt Hohenschönhausen. Im Rahmen der Reihe „AVANT-AVANTI-100“ zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum eröffnet die Ausstellung „Bewegung als Traum“ am Sonntag, 13. Oktober, von 14 bis 17 Uhr im Mies van der Rohe Haus. Gezeigt werden Werke der Kunstschaffenden Ilya und Emilia Kabakov, Heike Mutter und Ulrich Genth sowie Sergei Tchoban.

Beschäftigung mit aktuellen Gesellschaftsutopien

In der Ausstellung führt das New Yorker Künstlerpaar Ilya und Emilia Kabakov (Jahrgang 1933/1945) den freien Geist durch abstrakte und mystische Räume. Mit alltäglichen Motiven und konzeptionellen Elementen schaffen sie Werke, die sowohl ihre eigenen Wurzeln widerspiegeln, als auch eine universelle Bedeutung in sich tragen. Die Kabakovs beschäftigen sich mit aktuellen Gesellschaftsutopien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, darunter auch die Teilnahme an der documenta IX, unterstreichen den außerordentlichen Erfolg des Künstlerpaars.

Zeitgenössischer Körperkult

Das Hamburger Künstlerduo, Heike Mutter und Ulrich Genth (Jahrgang 1969/1971), bringt in der Ausstellung anhand einer Turnstange als Raumelement und choreografierten Körperbewegungen den zeitgenössischen Körperkult nahe. Mutter und Genth nehmen den Pole Dance, der sich zu einem wahren Trendsport entwickelt hat, als Anlass zur Kritik an der Selbstoptimierung des zeitgenössischen Menschen. So wird in der Ausstellung die Turnstange zum Symbol. Zwei Videoarbeiten ergänzen die Installation. Die Künstler arbeiten seit 2003 an gemeinsamen Projekten. Für 2011 realisierten die beiden eine begehbare Großskulptur auf der ehemaligen Duisburger Zinkhütte.

Fließende Glasräume

In einer wandfüllenden Kohlezeichnung thematisiert Sergei Tchoban (Jahrgang 1962), wie in einem utopischen Traum, fließende Glasräume. Auf seiner panoramaartigen Zeichnung schweben Glastunnel über der Stadt. Sie schaffen eine Verbindung von innen und außen und werden zu einem utopischen Bewegungsraum. 2018 erhielt Tchoban den europäischen Preis für Architektur. Zahlreiche Gebäudekomplexe im In- und Ausland sind nach den Entwürfen des in Deutschland lebenden russischen Architekten realisiert worden. Erstmalig hat er eine Zeichnung eigens für einen speziellen Ausstellungsraum in Hommage an Mies van der Rohe entworfen.

Ein Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Angeboten werden Sonntagsführungen am 3. November und am 1. Dezember, jeweils um 11:30 Uhr. Eine vorherige Anmeldung ist nötig unter der Telefonnummer 97 00 06 18. Außerdem wird ein Kuratorenrundgang angeboten, am Mittwoch, 13. November um 18 Uhr.

Ikebana-Installation

Zu empfehlen ist ebenfalls die regelmäßige Ikebana-Installation von dem Landschaftsarchitekten und Ikebana-Meister Reinald Eckert. Sie ist eine Hommage an die Bauhäuslerin Marguerite Friedlaender mit dem Titel „Modell entfalten“. Zu besichtigen am Donnerstag, 31. Oktober, Freitag, 29. November, und am Freitag, 13. Dezember.

Das Mies van der Rohe Haus ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr, auch an Feiertagen. Der Eintritt ist frei.
Oberseestraße 60, 13053 Berlin
info@miesvanderrohehaus.de
www.miesvanderrohehaus.de


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