Erster Teil einer neuen Tierpark-Landschaft eröffnet

Auf nach Afrika!

27.05.2020, Birgitt Eltzel

Fotos: Tierpark Berlin 2020

Friedrichsfelde. Der erste Teil der künftigen Afrika-Landschaft im Tierpark Berlin ist fertiggestellt. Die Besucher von Europas größtem Landschaftstiergarten können nun eine Reise durch den Kontinent beginnen.

In der Hängematte bei den Pinguinen

Die Anlagen der Geparden, Pinguine und Geier wurden großzügig umgebaut. In einer begehbaren Voliere fliegen nun Geier durch eine Felsenschlucht. Auch der Besuch bei den Geparden mutet jetzt afrikanisch an: Hütten aus natürlichen Baumaterialien ermöglichen authentische Einblicke in eine großzügige Savannenlandschaft. Und wer bisher glaubte, Pinguine gäbe es nur in der Antarktis, wird beim Rundgang eines Besseren belehrt: Eine Pinguin-Kolonie brütet in der Bucht eines südafrikanischen Fischerhafens. Die 34 Brillenpinguine freuen sich über doppelt so viel Platz – rund 1.000 Quadratmeter stehen ihnen nun zur Verfügung. In einer alten Fischerhütte erfahren Besucher mehr über die Überfischung der Meere. Auch die übrigen Bedrohungen für Pinguine und andere Meeresbewohner wie Plastikmüll und Öl werden anschaulich vermittelt. Rasten kann man in Hängematten aus Fischernetzen – Blick auf die Pinguine inklusive.

Fördermittel für die Bauprojekte

Der Umbau dieses rund 7.000 Quadratmeter großen Teilstücks der Afrikalandschaft hat sechs Monate gedauert und 1,2 Millionen Euro gekostet. Die Arbeiten wurden wie auch viele weitere Bauprojekte im Tierpark Berlin mit GRW-Mitteln (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur) gefördert. „Ich freue mich, dass wir dazu beitragen können, dass der Tierpark und der Zoo für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher noch attraktiver werden. Diese Maßnahmen kommen den Gästen unserer Stadt und allen Berlinerinnen und Berlin zugute“, erklärte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/Grüne) anlässlich der Eröffnung. „Unser Ziel, den Tierpark Berlin nach geografischen Gesichtspunkten neu zu gestalten, rückt nun wieder ein Stückchen näher”, sagte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. “Schon jetzt können unsere Gäste viele Tiere hier entsprechend ihrer natürlichen Lebensräume entdecken.“

Nun wird die Savannenlandschaft gebaut

Der zweite Bereich des afrikanischen Parkteils ist bereits in Arbeit: Dort werden bald Zebras und Antilopen in einer Savannenlandschaft grasen, in der auch Giraffen zu Hause sind. Elefantenherden ziehen vorüber – ihr neues Haus wird das Herzstück der zukünftigen Afrikalandschaft sein. Der Umbau des alten Dickhäuterhauses soll noch in diesem Jahr beginnen und 2022 abgeschlossen werden. Von den insgesamt 41,1 Millionen Euro aus GRW-Mitteln sind 35,4 Millionen Euro allein für den Umbau des aus den 1980er-Jahren stammenden Tierhauses vorgesehen, LiMa+ berichtete.

Alfred-Brehm-Haus ebenfalls fertig

Bereits vollendet ist der Umbau des denkmalgeschützten Alfred-Brehm-Hauses. Dieses wird als Regenwaldhaus bald Besucher in die bedrohte Inselwelt Südostasiens entführen. Ursprünglich war die Eröffnung im April geplant. Sie wird stattfinden, sobald die Tierhäuser in Zoo und Tierpark Berlin wieder freigegeben sind, heißt es in einer Mitteilung des Tierparks. Bisher sind die Häuser aufgrund den Hygienebestimmungen in der Corona-Pandemie geschlossen.

Eintrittskarten für den Tierpark Berlin müssen weiterhin wie seit der Wiedereröffnung am 28. April online gekauft werden. Inzwischen gibt es, wie LiMa+berichtete , aber vier Zeitfenster für den Einlass und auch wieder Ermäßigungen.

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