Angebot für Laloka

04.02.2019, Birgitt Eltzel

Hellersdorf. Es gibt Hoffnung für die Weiterführung des Lalokas, ein Treffpunkt für geflüchtete und andere Menschen, am Hellersdorfer Boulevard Kastanienallee. Wie der Vermieter Deutsche Wohnen am Montag, 4. Februar, mitteilte, haben sich das Unternehmen und Marzahn-Hellersdorfs Immobilienstadträtin Juliane Witt (Linke), darauf verständigt, in den bisherigen Räumen des Treffs an der Schneeberger Straße 17 mittelfristig ein Angebot der Nahversorgung anzustreben. Zugleich werden die Deutsche Wohnen und der Verein Refugees Emancipation Gespräche für eine weitere mögliche Zwischennutzung sowie eine dauerhafte Unterbringung an anderer Stelle im Quartier aufnehmen. Wie berichtet, hatte die Einrichtung im Dezember 2018 zunächst schließen müssen, weil der Mietvertrag nicht verlängert wurde.

Eine von der Alice Salomon Hochschule Berlin (2015) und eine vom Bezirk beauftragte Bewohnerumfrage (2017) hatten jeweils ergeben, dass sich die Anwohnerinnen und Anwohner mehr Einzelhandels- und Dienstleistungsangebote am Standort Kastanienboulevard wünschen. Zugleich melden soziale Projekte und Vereine immer wieder Bedarf nach Gewerberäumen im Quartier an. „Erfolgreiche Quartiersentwicklung braucht beides, attraktiven Einzelhandel und soziale Angebote. Mit der heutigen Abstimmung haben wir einen für alle Seiten guten Weg vorgezeichnet, beides miteinander in Einklang zu bringen“, so Stefanie Koch, Regionalleiterin bei der Deutsche Wohnen. Juliane Witt erklärte: „ Ich habe mich sehr gefreut, dass die Deutsche Wohnen sich hier in Hellersdorf ihrer Verantwortung bewusst ist. Es ist mit Blick auf die Gesamtentwicklung am Standort und die aktuellen Bauarbeiten weiterer Projekte gut, dass gemeinsam geschaut wird, wie die Nutzungsangebote für den täglichen Bedarf und die Unterbringung sozialer Themen gut ausbalanciert werden.“

Angedacht ist eine Zwischenanmietung bis zum 31. Dezember 2019 und die gleichzeitige Klärung, ob bis August ein anderer Standort gefunden werden kann. Auch dafür hat die Deutsche Wohnen Unterstützung signalisiert. Die Gespräche zwischen dem Verein und dem Unternehmen sollen möglichst rasch beginnen.

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