Vorbereitungen für Sperrung der Wuhletalbrücke

Ampelanlagen bereits installiert

30.03.2019, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Marzahn-Hellersdorf. Die Sperrung der beiden Überbauten der Wuhletalbrücke in Marzahn soll laut der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (UVK) „zeitnah“ erfolgen, so die Antwort der Behörde auf eine entsprechende Anfrage von LiMA+. Laut Sprecher Derk Ehlert sei bereits im Dezember 2018 eine für die Umleitungsstrecke notwendige Mittelstreifenüberfahrt in der Wuhletalstraße fertiggestellt worden. Zwischenzeitig wurde eine Firma für die Umsetzung der verkehrstechnischen Maßnahmen beauftragt. Die erforderlichen Anträge seien bei der Verkehrslenkung eingereicht worden, provisorische Ampelmasten wurden aufgestellt. „Sobald die verkehrsrechtliche Anordnung vorliegt, werden die notwendigen Markierungsarbeiten ausgeführt und die Ampelanlagen in Betrieb genommen.“ Ein genauer Termin für die Sperrung könne aufgrund der noch ausstehenden verkehrsrechtlichen Genehmigung derzeit noch nicht genannt werden. In der März-Tagung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf hatte die für Tiefbau und Verkehr zuständige Stadträtin Nadja Zivkovic (CDU) erklärt, sie gehe von einer Sperrung im April aus

Verkehrsführung bleibt auf lange Zeit

Laut Senatsverwaltung ist folgende Umleitung des Verkehrs geplant: stadtauswärts einspurig über die bogenförmige Ab- und Auffahrtsrampe mit Querung der Wuhletalstraße, stadteinwärts über die parallel laufende Ab- und Auffahrtsrampe mit Querung der Wuhletalstraße. An den jeweiligen Querungen der Rampen und der Wuhletalstraße wird der Verkehr mit Ampeln geregelt. Diese Verkehrsführung bleibt nach Aussage von Ehlert bis zum Ersatzneubau der Brücke bestehen. Auf eine Anfrage der Fraktion der Linken in der BVV nach zusätzlichen Maßnahmen, um eine Umfahrung der Brücke durch angrenzende Wohngebiete zu verhindern, hatte Zivkovic geantwortet, dass bisher keine solche Maßnahmen geplant seien. Die Situation werde nach der Brückensperrung durch den Fachbereich Straßen des Bezirksamtes beobachtet. Falls erforderlich, würden verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Wohngebiete ergriffen.

Irreparable Schäden

Die Mitte der 1970er-Jahre im Zuge des Baus der Märkischen Allee errichtete Straßenbrücke mit einer Gesamtbreite von 20 Metern und einer Länge von 40 Metern sollte eigentlich bereits im Dezember 2018 gesperrt werden. Denn sie weist irreparable Schäden auf, LiMa+ berichtete. Ein Ersatzneubau soll ab 2022 entstehen, mit einer Bauzeit von zwei Jahren ist zu rechnen.

Erste Arbeiten an Blumberger-Damm-Brücke

Auch die schadhafte südliche Blumberger-Damm-Brücke nahe dem Theater am Park in Biesdorf soll nach Angaben der Senatsverwaltung durch einen Neubau ersetzt werden. Nach derzeitigem Planungsstand sei das ab Februar 2021 geplant, so Ehlert. Gerechnet werde mit einer vierjährigen Bauzeit. Gegenwärtig finden vorgezogene, separate Baumaßnahmen statt. Diese gehören laut Ehlert zu vorbereitenden Maßnahmen zur notwendigen Umlegung der flankierenden Vattenfall-Fernwärmeleitung im Zuge des Ersatzneubaus. Diese Baumaßnahme werde vollständig durch Vattenfall geplant, betreut und umgesetzt. Nach Angaben des zuständigen Projektleiters von Vattenfall erfolge ab 4. April 2019 die Vormontage der Leitungsbrücke auf dem bestehenden westlichen Überbau der Straßenbrücke. „Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Oktober 2019 andauern. Die für die gesamte Baumaßnahme der Vattenfall-Leitungsbrücke erforderliche Verkehrsführung ist bereits eingerichtet und wird bis zum Ende der Baumaßnahme bestehen bleiben. Weitere Verkehrseinschränkungen sind nicht vorgesehen.“

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