Leitbild und Ortsteilsatzung Mahlsdorf sind fertig

Akteursrunde beendet Arbeit

05.10.2015, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergößern auf das Hauptbild klicken.

Mahlsdorf. Die Akteursrunde Ortsteilzentrum Mahlsdorf wird am kommenden Mittwoch, 7. Oktober, ihre Arbeit einstellen. Ab 19 Uhr stellen die Beteiligten Mahlsdorferinnen und Mahlsdorfer sowie Christian Gräff (CDU), Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung, in der Kiekemal Grundschule am Hultschiner Damm 219 den Abschlussbericht des bürgerschaftlichen Engagements aus knapp fünf Jahren Arbeit vor.

Aus zwei wurden fünf Jahre

„Wir werfen keinesfalls das Handtuch vor bestehenden Problemen in Mahlsdorf“, sagte Peter Eisenach, Sprecher der Akteursrunde, „aber die Aufgaben die wir uns im Sommer 2011 gestellt hatten, sind zu großen Teilen erfüllt.“ Gegründet hatte sich die Interessengemeinschaft von Gewerbetreibenden, Eigentümern, Mietern und Vertretern von Institutionen und Vereinen ursprünglich für zwei Jahre. Wesentliches Ziel war die Erarbeitung eines Leitbildes (PDF) für das Mahlsdorfer Ortszentrum, an dem sich sowohl Politik und Verwaltung als auch Investoren und alteingesessene Mahlsdorfer Bürger und Gewerbetreibende orientieren können. „Im Zuge der städtebaulichen Analyse und der Anfertigung mehrerer Studien haben wir aber festgestellt, dass viele kleine und große Sachverhalte betroffen sind und bearbeitet werden wollen, damit wir ein attraktives Ortsteilzentrum bekommen“, erklärt Peter Eisenach. Als Schwerpunkte kristallisierten sich dabei der Straßenverkehr in und um die Hönower Straße, der Umbau des Bahnhofes Mahlsdorf zu einem Regionalbahnhof, der geplante Neubau eines Rewe-Marktes am S-Bahnhof Mahlsdorf sowie der Bau des Marktkomplexes auf dem ehemaligen BHG-Areal / Gutshof Mahlsdorf zwischen Hönower Straße, B1 und Straße an der Schule heraus. Mehrere Arbeitsgruppen wurden gegründet. Es wurden Vorschläge zur Gestaltung des Straßenraumes und der Grünflächen, auch unter Beachtung wirtschaftlicher Aspekte formuliert. 2013 fasste man den Beschluss, die Akteursrunde weiterzuführen.

Gutshof denkmalgerecht umgestaltet

Heute ist die Umgestaltung des einstigen Gutshofes so gut wie abgeschlossen. Es ist gelungen, wesentliche Elemente der historischen Substanz zu erhalten und denkmalgerecht zu sanieren. Mehrere Märkte wie Edeka und Kik haben hier eröffnet. An der Sanierung des Gutshauses zu einem Bürogebäude wird noch gearbeitet. Die alte Scheune sieht wieder schick aus. Es gibt Überlegungen, dass hier die Bibliothek oder ein Restaurant einziehen.

Der neue Rewe-Markt gegenüber vom Bahnhof lässt weiter auf sich warten. Die Entwürfe liegen auf dem Tisch. „Der Bebauungsplan wurde signifikant verändert“, sagte Christian Gräff. Die Frage der Verkehrsanbindung sei gelöst. Jetzt hoffe man, dass es endlich losgehe. Der Straßen- und Personennahverkehr ist nach wie vor ein großes Problem in Mahlsdorf. Eberhard Roloff (Linke), als Bezirksverordneter im Ausschuss Siedlungsgebiete und Verkehr tätig, erarbeitete gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Akteursrunde dazu Forderungen für ein Verkehrskonzept (PDF)
Darin enthalten sind unter anderem Vorschläge, wie Schienen-, Kraftfahrzeug-, Rad- und Fußgängerverkehr optimiert werden können und in Einklang zu bringen sind. Kernpunkte sind der Ausbau der Straßenbahn und der barrierefreien Umsteigemöglichkeiten am Bahnhof, der Bau eines Radweges an der Hönower Straße sowie die Verringerung der Verkehrsbelastung der Hönower Straße durch teilweise Umleitung des KFZ-Verkehrs.

Verein soll Arbeit weiterführen
„Die Akteursrunde erarbeitete aber nicht nur ein Leitbild für das Ortsteilzentrum Mahlsdorf, sondern auch eine Ortsteil-Satzung“, so Christian Gräff. Ein wesentlicher Punkt, der für die Bürger bleiben werde und seines Wissens einmalig in Berlin sei, sagte der Stadtrat für Stadtentwicklung. „Die Kernaufgabe der Akteursrunde ist erledigt“, so Peter Eisenach. Er bedankte sich vor der großen Abschlussveranstaltung schon einmal bei Christian Gräff und allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Bezirksamtes für fünf Jahre intensiver Zusammenarbeit. Viele der anvisierten Projekte würden gerade erst ins Laufen kommen. Der Anfang dieses Jahres gegründete Bürgerverein “Mahlsdorfer Bürger e.V.” solle die Arbeit zum Teil fortsetzen.

 

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