52 Monate für neue Wildvogelstation

12.04.2019, Birgitt Eltzel

Biesdorf-Nord. Wie lange wird es brauchen bis die Wildvogelstation des Naturschutzbundes (Nabu) im Wuhletal, die aus ihrem einsturzgefährdeten Gebäude 2018 in Behelfscontainer ziehen musste, ein ordentliches Domizil erhält? Wohl noch sehr, sehr lange. Zwar konnte Marzahn-Hellersdorfs Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) auf der Tagung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am Donnerstag, 11. April, zunächst die frohe Kunde überbringen, dass der sogenannte Siwana-Ausschuss (Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds ) jetzt beschlossen hat, 540.000 Euro für das Vorhaben bereitzustellen. Allerdings muss das Projekt erst noch einmal vom Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses bestätigt werden. Das kann dauern. Doch das ist noch gar nichts. Denn danach folgen die Mühen der Ausschreibung, der Planung und schließlich der Bauausführung. 52 Monate müssen laut Pohle für das vergleichsweise kleine Vorhaben veranschlagt werden, also vier Jahre und vier Monate. Wenn alles glatt geht. Ist dieser Zeitrahmen verwunderlich? Berlins einzige Wildvogelstation, in der jährlich bis zu 850 kranke oder bei Unfällen zu Schaden gekommene Wildvögel wieder gesund gepflegt werden, hat schließlich auch etwas mit Fliegen zu tun. Und da hat die Hauptstadt bekanntlich kein gutes Händchen, wenn man sich an das BER-Drama mit seinem jahrelangem Zeitverzug erinnert (von den explodierenden Kosten mal gar nicht zu reden). Macht nichts, wir haben ja immer noch Schönefeld und Tegel. Und im Wuhletal eben noch auf Jahre Blechcontainer. Passt schon, oder?

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