200. Internationaler Tag der Pflege

11.05.2020, Volkmar Eltzel

Lichtenberg. Am 12. Mai, dem Geburtstag der britischen Krankenpflegerin Florence Nightingale, wird der Internationale Tag der Pflege begangen. Die Britin gilt als Begründerin der modernen Krankenpflege.

Für den Tag der Pflege war in Lichtenberg in diesem Jahr eine große Aktion zum Dank an die Pflegebeschäftigten geplant. „Diese Veranstaltungen müssen wir nun leider auf das nächste Jahr verschieben“, sagt Wirtschaftsstadtrat Kevin Hönicke (SPD). „Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen Beschäftigten, die in der Pflege tätig sind, für ihr unermüdliches Engagement und die derzeit besonders herausfordernde Arbeit bedanken. Vor ihrer täglichen Leistung habe ich höchsten Respekt! Ich möchte die Anerkennung und Wertschätzung des Berufs in der Gesellschaft sichtbarer machen und so mehr jungen Menschen Lust auf eine Ausbildung in der Pflege machen“, erklärt der Stadtrat. Als Teil der Gesundheitswirtschaft habe der Pflegebereich im familienfreundlichen Bezirk Lichtenberg einen hohen Stellenwert. Mit dem „Regionalmanagement Gesundheitswirtschaft“ unterstützt das Büro für Wirtschaftsförderung Unternehmen und Beschäftigte im Gesundheitsbereich.

Lehren aus der Corona-Krise

Wie das Bezirksamt mittelt, will die Verwaltung die Akteure der Gesundheitswirtschaft künftig weiter vernetzen. Gemeinsam mit Unternehmen soll um motivierten Nachwuchs geworben werden, die Arbeitsbedingungen in der Pflege sollen sich verbessern und das Profil des Bezirks als Gesundheitsstandort weiter gestärkt werden. Damit zieht der Bezirk auch Lehren aus der Corona-Krise. In Lichtenberg arbeiten Pflegekräfte unter anderem in den zwei großen Krankenhäusern, in über 40 Alten- und Pflegeheimen und in über 30 ambulanten Pflegediensten.

Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) sagt: „Dieser Dank ist symbolisch und uns dennoch sehr wichtig! Noch wichtiger ist es uns aber, auf politischer Ebene Druck auszuüben, dass es nach dem Applaus auch zu tatsächlichen und spürbaren Verbesserungen für die Mitarbeitenden im Pflegebereich kommt. Dafür machen wir uns auch in Zukunft stark.“

Gesundheits- und Familienstadträtin Katrin Framke (parteilos, für Die Linke) hebt zudem die Leistungen von Angehörigen pflegebedürftiger Menschen hervor: „Neben Pflegerinnen und Pflegern gebührt auch ihnen unser großer Dank. Oft ist gar nicht sichtbar, wie viele pflegerische Aufgaben Verwandte und Familienmitglieder übernehmen. Vielfach verbunden mit der Reduzierung der eigenen Erwerbstätigkeit und dem Verzicht auf Teile ihrer Einkünfte, sind es vor allem Frauen, die diese Tätigkeiten in der Pflege oder im Haushalt übernehmen – mit Risiken für ihre eigene Altersvorsorge.“

Weitere Informationen: www.gesund-in-lichtenberg.de


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