Zwei neue modulare Unterkünfte für Flüchtlinge

26.11.2015, Volkmar Eltzel

Marzahn. In der Märkischen Allee/ Ecke Martha-Arendsee-Straße und in der Wittenberger Straße sollen bis Ende 2016 auf landeseigenen Flächen zwei neue modulare Unterkünfte für insgesamt 900 Flüchtlinge entstehen, teilt das Bezirksamt mit. Die Standorte hatte die Stadtentwicklungs­verwaltung des Senats bekanntgegeben. Das Bezirksamt begrüße die Entscheidung, modulare Unterkünfte zu errichten, da sie einerseits eine schnelle Hilfe für Flüchtlinge in akuter Not bedeuten, zum Anderen aber eine bessere und angemessene Unterbringung ermöglichen. „Modulare Bauten“, so Bezirksbürgermeister Stefan Komoß, „das zeigen auch unsere Planungen zum Ersatz der Franz-Carl-Achard-Grundschule, stellen einen vernünftigen Kompromiss von schneller Bauzeit, flexibler Nutzung und langfristiger Haltbarkeit dar.“ Wichtig sei es dem Bezirk jedoch, dass eine Abkehr von der „nächtlichen, überfallartigen Belegung von Turnhallen“ geschehe, da das Bezirksamt es ablehne, Flüchtlinge unter solch schwierigen und unzumutbaren Bedingung unterzubringen. Durch den flexiblen Grundriss der Bauten aus Stahlbeton, die länger als 50 Jahre bestehen sollen, seien die Modulgebäude später auch als Wohnungen und Wohnheime für Studenten nutzbar. Das Bezirksamt teilte weiterhin mit, dass es als Reaktion auf eine Aufforderung von Dieter Glietsch, Staatssekretär für Flüchtlingsfragen, vier Turnhallen zur kurzfristigen Unterbringung von geflüchteten Menschen gemeldet hat. Das hatte Glietsch von allen Bezirken bis zum 26. November, 12 Uhr, gefordert. Im Falle einer Weigerung des Bezirks hätte des Land Berlin Hallen nach eigener Auswahl beschlagnahmt. Komoß: „Ich halte die Belegung von Sporthallen für keine vertretbare Lösung. Sie kann nur im äußersten Notfall und zeitlich befristet erfolgen.“

 

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