Noch kein Grundstück für geplanten Neubau in Mahlsdorf gefunden

Zustand der Feuerwache desolat

09.01.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Mahlsdorf. Bereits seit Jahren gibt es begründete Klagen über den Zustand des Gebäudes der Freiwilligen Feuerwehr Mahlsdorf an der Donizettistraße. Diese wurde 1902 gegründet, ebenso alt ist der Standort der Wache. Die ist längst zu klein, so dass sogar ein Löschfahrzeug, das durch die Kameraden im Katstrophenfall besetzt wird, in der Berufsfeuerwehrwache Hellersdorf an der Cecilienstraße untergestellt werden muss. Das Gebäude weist zudem zahlreiche Mängel auf. So entspricht die Beschichtung des Hallenbodens nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Eine neue Beschichtung soll voraussichtlich noch im Januar aufgebracht werden. Auch eine Dachsanierung ist erforderlich – als provisorische Maßnahme soll zunächst innen zur Abdeckung Folie aufgebracht werden. Grundsätzlich ist aufgrund dieses Zustandes ein Neubau der Wache geplant, teilt Torsten Akmann, Staatssekretär in der Senatsinnenverwaltung, auf eine Schriftliche Anfrage des aus Marzahn-Hellersdorf stammenden Abgeordneten Kristian Ronneburg (Linke) mit.

Bisherige Räume „nicht auskömmlich“

Die bisherigen Räumlichkeiten seien für den Dienstbetrieb einer Freiwilligen Feuerwehr mit 24 Aktiven und die Betreuung und Ausbildung von 15 Jugendfeuerwehrangehörigen „nicht auskömmlich“, attestiert der Staatssekretär. Nach seinen Worten kann am gegenwärtigen Standort an der Donizettistraße – er grenzt direkt an die Friedrich-Schiller-Grundschule – wegen zu geringer Grundstücksgröße weder ein Erweiterungsbau noch ein den Anforderungen entsprechender Ersatzbau errichtet werden ohne den Schulbetrieb einzuschränken. Deshalb sei ein neuer Standort für einen Wachneubau erforderlich.

„Intensiv auf der Suche“

Die Berliner Feuerwehr sei mit der Senatsstadtentwicklungsverwaltung sowie der grundsätzlich für die Grundstückssuche zuständigen Berliner Immobilienmanagement GmbH und in Kooperation mit dem Bezirk „intensiv auf der Suche nach geeigneten Grundstücken“, so Akmann. Für die Freiwillige Feuerwehr Mahlsdorf ist ein Neubau mit fünf Fahrzeugständen und einer Grundstücksgröße von 5.000 Quadratmetern vorgesehen. Geplant ist ein Typ XL im Rahmen des Sondersanierungsprogramms für die Freiwilligen Wehren in Berlin. Die erste Umsetzung dieses neuen Typenprogramms ist der Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Rauchfangswerder (Typ M mit drei Fahrzeugen), für den im August 2017 der Grundstein gelegt wurde. Um die Einsatzbereitsschaft der Mahlsdorfer Wache im gegenwärtigen Umfang zu erhalten, kämen für einen Neubau nur Grundstücke in Nähe des bisherigen Standorts in Frage. „Die Kameradinnen und Kameraden müssen weiterhin in der Lage sein, innerhalb von vier Minuten das Wachgebäude von ihrer Wohnung aus zu erreichen“, erläutert der Staatssekretär.

Jetzt wird kleineres Grundstück geprüft

„Die Grundstückssuche verlief bisher leider erfolgslos“, konstatiert Akmann . Derzeit werde ein weiteres Grundstück besichtigt, wo allerdings nur 4.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. „Eine Prüfung hinsichtlich der Machbarkeit für den Typ XL ist zurzeit in Auftrag gegeben“, so der Staatssekretär.

 

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