Neujahrsempfang des WKHL mit vielen Gästen aus Politik und Wirtschaft

Wirtschaftskreis voller Zuversicht

12.02.2016, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern auf das Hauptbild klicken.

Lichtenberg. Dass der Neujahrsempfang des Wirtschaftskreises Hohenschönhausen-Lichtenberg (WKHL) erst in der Mitte des zweiten Monats stattfindet, ist schon fast eine Tradition. Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik waren am Freitag, 12. Februar, der Einladung ins Kulturhaus Karlshorst gefolgt, darunter der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel (SPD), die Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin Karin Halsch (SPD), Ole Kreins (SPD), Dr. Gregor Költzsch (SPD), Lichtenbergs Bürgermeisterin, Birgit Monteiro (SPD) sowie die Bezirksstadträte Dr. Andreas Prüfer (Linke), Kerstin Beurich (SPD), und Wilfried Nünthel (CDU). Gekommen waren auch zahlreiche Bezirksverordnete, das Büro für Wirtschaftsförderung Lichtenberg sowie Vertreter der befreundeten Wirtschaftskreise Marzahn-Hellersdorf und Pankow.

16.000 Euro für Kinder und Jugendliche
In ihrem Grußwort erinnerte die Vorsitzende des Unternehmervereins, Dr. Hannelore Helbig-Zschäpe, noch einmal an Höhepunkte der erfolgreichen Arbeit 2015 wie den Wirtschaftspartnertag, die Veranstaltungsreihe „Wirtschaftskreis bei Unternehmen vor Ort“, die Open Art-Bustour zu Lichtenberger Wandbildern, und die Unternehmerparty Berlin eastside. Der WKHL vertrete Unternehmensinteressen im Wirtschaftsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung ebenso wie im Beirat zum Bau der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) und bei vierteljährlichen Gesprächen mit der Bürgermeisterin.

16.000 Euro Einnahmen der WKHL-Stiftung zur Kinder- und Jugendförderung seien für wohltätige Zwecke auch wieder ausgegeben worden, unter anderem für Projekte gehörloser Kinder, für den Bau eines Spielplatzes und für das Kinderhaus Berlin-Mark Brandenburg. Das Zementwerk Berlin, sowie die Unternehmen Selgros, Allianz, und Sparkasse hätten die Vorhaben mit Spenden unterstützt.

Kooperationsvertrag WKHL – MHWK
„Das Jahr 2016 hat gut begonnen“, so die Vorsitzende. Mit dem Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis wurde im Januar eine Kooperationsvereinbarung für eine noch engere Zusammenarbeit abgeschlossen. Die TVO, der Wohnungsneubau, die Ausbildung von Fachkräften und die Integration von Flüchtlingen seien wichtige Themen, für die sich der Wirtschaftskreis in diesem Jahr weiter engagieren werde. 30 Prozent der Mitgliedsunternehmen hätten in einer Befragung angegeben, dass sie geflüchteten Menschen ein Praktikum anbieten würden.

Flächen für Wirtschaft vorhalten
Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel freute sich über die gute wirtschaftliche Entwicklung Berlins und Lichtenbergs. „Was die Unternehmen in Lichtenberg leisten, ist aller Ehren wert“, sagte er. Es sei auch ein gutes Zeichen, dass sich die Gewerbegebiete entwickelten. Der Senator warnte davor, sie zu Wohnzwecken für anerkannte Asylbewerber umzufunktionieren. „Zu einer klugen Stadtentwicklung gehört es auch, Flächen für die Wirtschaft vorzuhalten“, so Geisel. Die Arbeitslosigkeit in der Stadt habe sich seit 2004 nahezu halbiert. Bis 2030 werde sich Berlin zu einer Vier-Millionen-Einwohner-Metropole entwickeln. Der Senator unterstrich die Wichtigkeit der TVO für die Wirtschaft. Er rechne mit dem ersten Spatenstich 2018 und mit einer Fertigstellung der Tangente um 2021/22. Ihm sei um die Zukunft der Stadt nicht bange, so der Senator. „Die besten Zeiten stehen Berlin noch bevor.“

4. März „Nacht der Politik
Bürgermeisterin Birgit Monteiro dankte dem Wirtschaftskreis für die sehr gute Zusammenarbeit, insbesondere für die vielen gemeinsamen Unternehmensbesuche und die Mitarbeit beim „Runden Tisch Flüchtlinge in Arbeit“. An Senator Andreas Geisel gerichtet sagte Monteiro, sie wünsche sich für das Jahr 2016, „dass es endlich Kommunikation und Kooperation zwischen Senat und Bezirk“ gebe und sie nicht aus den Medien erfahren müsse, an welchen Standorten neue Flüchtlingsunterkünfte geplant seien. Es brauche auch eine Auflistung von Schulen, Kitas, Sport- und Kulturstätten, die für Integrationsmaßnahmen dringend benötigt würden. Die Bürgermeisterin nutzte die Gelegenheit, auf die Nacht der Politik im Lichtenberger Rathaus am Freitag, 4. März, hinzuweisen und alle Interessierten einzuladen. Neben Diskussionsforen gebe es in diesem Jahr auch ein „Speed Dating“ mit Politikern und einen Hofladen mit Lichtenberger Produkten.

Den Vereinsmitgliedern Peter Herlitze und Jörg Hoppe wurde als Dank für ihre langjährige Arbeit im WKHL-Vorstand ein Präsent überreicht.
Karsten Dietrich, Stellvertretender Vereinsvorsitzender, erinnerte, dass in Kürze der diesjährige Wettbewerb um die Auszeichnung „Unternehmen des Jahres“ starte. Vorschläge seien gefragt, das Preisgeld stehe bereit.

 

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