Alte und neue Heimat – ein außergewöhnliches Filmprojekt

„Wir sind Marzahn!“

18.09.2017, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel (1), Migrationssozialdienst (2), Michael Nachtigall (3-4), Wir sind Marzahn! (5), Wolfgang Strack (6)

Marzahn-Hellersdorf. Was ist Heimat? Wo ist die Heimat? Wer sind wir, welche Hoffnungen, Wünsche und Träume haben wir? Diesen Fragen widmen sich sechs Kurzfilme, die von einem Team aus 33 jungen Filmemacherinnen und Filmemachern aus Marzahn-Hellersdorf gedreht wurden. Geflüchtete und andere Menschen mit Migrationshintergrund haben die Streifen gemeinsam mit alteingesessenen Bewohnern des Bezirks produziert. Sie setzen sich in den etwa zehnminütigen dokumentarischen Beiträgen mit ihrer Flucht- und Migrationsgeschichte auseinander – und bekommen so ein Gesicht und eine Stimme. Die Filme werden im Rahmen der Interkulturellen Tage im Bezirk unter dem Titel „Der Weg – zwischen Flucht und Ankommen“gezeigt, Start ist am heutigen Montag, 18. September, im Stadtteilzentum Kiek in, Rosenbecker Str. 27.

Filme werden auch berlinweit gezeigt

„Wir sind Marzahn!“ wurde 2016 als Projekt des bezirklichen Migrationssozialdienstes gestartet und von Engagement Global/Bzm, der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), der Landeszentrale für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) und dem Solidarfonds der Volkssolidarität Landesverband Berlin finanziell gefördert. Die Filme sind auch berlinweit zu sehen, u.a. am 3. Oktober ab 20.30 Uhr im Kino Babylon in Mitte zum Filmabend für SOS Mediterranee. Die Streifen „Du, mein Bruder“ und „Die Asche der Hoffnung“ werden im Rahmen des „European Short Film Festival“ gezeigt, das vom 1. bis 4. Oktober im Kino Babylon stattfindet. In „Die Asche der Hoffnung“ schildert der aus dem syrischen Homs stammende Hassan Al Hashem, wie ein Mann auf dem Weg nach Hause von einer Explosion überrascht wird. Wenige Minuten betritt er sein zerstörtes Haus. Er trauert und beginnt mit seinem verstorbenen Vater zu sprechen. Und trifft eine überraschende Entscheidung: Er wird sein Haus nicht wieder aufbauen, sondern als Zeugnis der Schrecken des Krieges bewahren. Selbst aber wolle er nicht aufhören, die Botschaft von Freude und Liebe weiterzugeben.

 

Die Termine der Vorführungen:
18. September, 17 – 20 Uhr Stadtteilzentrum Kiek In
Rosenbecker Str. 25-27, 12689 Berlin
19. September, 17 – 20 Uhr Stadtteilzentrum im Kompass
Kummerower Ring 42, 12619 Berlin
20. September, 18 – 20 Uhr Jugendkulturzentrum Die Klinke
Bruno-Baum-Straße 56, 12685 Berlin
21. September, 17 – 20 Uhr Stadtteilzentrum Mosaik
Altlandsberger Platz 2, 12685 Berlin (Eingang über Pritzhagener Weg)
22. September, 17 – 20 Uhr SOS-Familienzentrum
Alte Hellersdorfer Str. 77, 12629 Berlin
23. September, 15.30 – 17.30 Uhr Stadtteilzentrum Hellersdorf-Ost
Albert-Kuntz-Straße 58, 12627 Berlin
Einige Filme sind bereits sowohl auf Facebook als auch auf dem Video-Kanal Vimeo zu sehen.

 

 

 

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