Streit um MUF für Geflüchtete

14.02.2018, Birgitt Eltzel

Marzahn-Hellersdorf. Der Senat hat am Dienstag, 13. Februar, den Bau von weiteren Modularen Unterkünften für Geflüchtete (MUF) beschlossen. Damit soll die Unterbringung in Notunterkünften beendet werden. Laut einer Pressemitteilung hat der Senat dafür in Abstimmung mit allen Bezirken Vorschläge für neue Standorte entwickelt. Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) dazu: „Die Aussage, dass die Festlegung von zwei Standorten mit dem Bezirk abgestimmt ist, kann ich nicht teilen. Telefonische Mitteilungen, welche Standorte im Bezirk als geeignet erachtet werden, sind weder eine Abstimmung mit dem Bezirk und schon gar keine Abstimmung mit dem Bezirksamt. Ich erwarte, dass es zu einer Verständigung mit dem Bezirksamt kommt, wann und wie die neuen Unterkünfte geschaffen werden sollen und dass das zur Schließung der unsäglichen „Tempohomes“, in denen sich die Wohnbedingungen schwierig gestalten, führt. Dazu gehört für mich auch, dass endlich zügig vorhandene bauliche Mängel beseitigt und bei den im letzten Jahr an den Start gegangenen MUF die noch offenen Bauarbeiten abgeschlossen werden, zum Beispiel die versprochene Lärmschutzwand an der MUF in der Paul-Schwenk-Straße und die Spielflächen in den „Tempohomes“  an der Zossener und der Dingolfinger Straße.“ Hintergrund: Mit dem Bau von 60 MUF laut Senatsbeschluss vom 23. Februar 2016 soll die Unterbringung in Notunterkünften, darunter in den sogenannten Tempohomes, beendet werden. Zehn MUF sind in Berlin bisher fertiggestellt, 19 befinden sich in der Umsetzung. Laut Senat sind weitere Standorte notwendig, um den Bedarf langfristig zu decken. Die Gebäude sollen zunächst für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt und später dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden. Nach dem Beschluss vom Dienstag soll jeder Bezirk zwei Standortvorschläge für MUF machen, die im bezirklichen Vermögen, im Treuhandvermögen des Liegenschaftsfonds oder im Eigentum des Landes sind. Hinzu kommen Grundstücke landeseigener Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften. In Marzahn-Hellersdorf sollen das Areale in Alt-Hellersdorf 17 (Gut Hellersdorf, Gesobau) und Murtzaner Ring 68 (Treuhandvermögen) sein. In Lichtenberg sind Areale an der Rheinpfalzallee 83,91,93 sowie entweder Hönower Weg 17 oder Köpenicker Allee 148 vorgesehen.

 

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