Künstlerinnen in Marzahn-Hellersdorf

Von Kunstkarawane bis Tanzaktion

06.04.2017, Regina Friedrich

Fotos: Regina Friedrich Zum Vergrößern bitte auf das Startbild klicken!

Hellersdorf. Das Frauenkunstcafé Marzahn-Hellersdorf lud kürzlich zum dritten Mal Künstlerinnen aus dem Bezirk zu einem Austausch in lockerer Runde. Treffpunkt diesmal war das mp 43 – projektraum für das periphere am Kastanienboulevard.

Gastgeberin Carola Rümper hatte Kaffee, Tee und Kekse bereitgestellt. Die Künstlerin ist seit dem vergangenen Jahr am Boulevard Kastanienallee und hat dort ihr Atelier, wo sie auch Ausstellungen und Kunstaktionen organisiert. Gerade erst hatte Justine Wodtke Fotos von ihren Streifzügen durch den Bezirk vorgestellt, ab dem 22. April präsentiert sich dort die Jugendkunstschule Marzahn-Hellersdorf.

Nun zieht auch die Kunst an den Boulevard

Carola Rümper erzählte, dass sie oft angesprochen wird, weil die Menschen sich freuen, dass nun auch die Kunst an den Boulevard zieht und nicht nur Imbissläden und Sozialberatungsstellen. Sie war gewissermaßen eine Vorreiterin, die station urbaner kulturen gleich gegenüber auf der anderen Seite kam im Februar in den Kiez. Auch dort wird registriert, dass der eine oder andere Passant auch schon mal durch die Scheibe lugt, um zu sehen, was es denn da Interessantes gibt. Auch bei den Ausstellungseröffnungen werden Bewohnerinnen und Bewohner gesichtet, aber es könnten ruhig noch mehr sein, wünscht sich Carola Rümper.

Wiese wird großer Tanzplatz

Vielleicht kommen die im Mai, hofft Katrin Glanz. Die Künstlerin verwandelt die Wiese am Cottbusser Platz im Rahmen des Projektes „Mitte in der Pampa“ in einen großen Tanzplatz. Wer internationale Volkstänze kennt oder ein Instrument spielt ist herzlich willkommen, natürlich auch alle anderen, die gerne mal das Tanzbein schwingen wollen. Schon mal vormerken: den 28. Mai, den 18. Juni und den 17. September 2017, jeweils ab 15 Uhr.

„Mitte in die Pampa“ startet am 8. April in neue Saison

Apropos Pampa: Kurz vor der IGA startet das Projekt am Sonnabend, 8. April, ab 16 Uhr auf dem „Place Internationale“ am U-Bahnhof Cottbusser Platz in die neue Saison. Bei der Kunstaktion „Wildwuchs & Ordnung“ von Ellen Nonnenmacher und Eva Randelzhofer werden Bewohnerinnen und Bewohner mit den Künstlerinnen Pflanzensamen aussäen. An Orten, an denen die Natur dem Hausbau weichen musste, werden Pflanzkübel aufgestellt, die ebenfalls in einem Kunstprojekt entstanden. Ab 17.30 Uhr geht es in einer Gesprächsrunde in der station urbaner kulturen am Kastanienboulevard um die Frage „Soziales Grün – International? Garten? Ausstellung?“

Abstecher zur IGA

Und wo gerade über aktuelle Termine geredet wurde, meldete sich die Frauen-Kunst-Karawane zu Wort. Der Name ist Programm. Werke der dort vertretenen Künstlerinnen sind unter dem Titel „Augenblicke“ vom 24. April bis 30. September 2017 in der Augenklinik Berlin am Brebacher Weg 15 zu sehen. Auch einen Abstecher zur IGA machen sie. Passend zum Motto der Gartenschau heißt die Ausstellung im „Saal der Empfänge“ in den Gärten der Welt „Berlin ganz nah – ein Mehr an Farben“.Sie wird vom 1. bis 15. Mai sowie vom 1. bis 8. Oktober gezeigt.

Bibliothek bietet Ausstellungsmöglichkeiten

Künstlerinnen brauchen nicht nur einen Platz zum Arbeiten, sondern auch Raum, um ihre Werke zu präsentieren. Die Stadtteilbibliothek Kaulsdorf Nord bietet Kunstschaffenden, ganz gleich ob Profi oder aus dem Hobbybereich, Ausstellungsmöglichkeiten für Bilder, Fotos oder Grafiken, erklärte die Leiterin Anke Drewas. Zurzeit sind dort Fotos aus Kuba zu sehen.

Karin Scheel, die Chefin der „Galerie M“, warb für das Projekt „Labor M“. In kostenfreien Workshops erhalten Besuchergruppen, Erwachsene oder Kinder, einen unkonventionellen Zugang zu den künstlerischen Inhalten der aktuellen Ausstellungen. Beim gemeinsamen Sonntagsfrühstück können sie mit Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen. Zudem werden an einem Sonntagnachmittag bei Tee und Gebäck Kunstvideos, Dokumentationen und Filme zu verschiedenen Themen gezeigt.

Schnell waren zwei Stunden herum. Es zeigte sich wieder einmal, wie vielfältig die Kunstszene in Marzahn-Hellersdorf ist und wie aktiv Künstlerinnen darin eingebunden sind. Das Frauenkunstcafé, initiiert von der Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamtes, Maja Loeffler, und der Kulturstadträtin Juliane Witt (Linke), bietet ihnen eine Plattform, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Projekte zu planen. Und so machten zum Schluss Visitenkarten und Handynummern die Runde. Das nächste Treffen ist auch schon geplant, Anfang Juli in der „Galerie M“.

Adressen:
mp 43 – projektraum für das periphere: Stollberger Straße 73,12627 Berlin

station urbaner kulturen: Auerbacher Ring 41, 12619 Berlin

Galerie M: Marzahner Promenade 46,12679 Berlin

„Labor M“: Kontakt: Thomas Bratzke, kontakt@labor-m.berlin

Stadtteilbibliothek Kaulsdorf Nord, Cecilienplatz 12,12619 Berlin, Leiterin: Anke Drewas, anke.drewas@ba-mh.berlin.de

Frauen-Kunst-Karawane: www.frauenkunstkarawane.de

 

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