Unterschriften gegen die Kürzung der S75

15.06.2017, Pia Szecki

Foto: CDU Lichtenberg

Lichtenberg. Seit über einem Jahr setzen sich Dr. Martin Pätzold (MdB) und Danny Freymark (MdA, beide CDU) gegen die vom Senat geplante Kürzung der Linie S75 ein. Bei einem Termin mit der Regine Günther (Bündnis 90/ Die Grünen), Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, übergaben die beiden Abgeordneten am heutigen Donnerstag, 15. Juni, 1.500 Unterschriften und 250 Postkarten gegen die beabsichtigte Linienkürzung (im Foto). Sobald die Umbauarbeiten am Bahnhof Ostkreuz abgeschlossen sind, soll laut Planungen des Berliner Senats der westliche Streckenabschnitt ab Ostbahnhof gestrichen werden. Wer weiter westwärts will, muss umsteigen.

Bereits im Januar hatten Pätzold und Freymark in einem gemeinsamen Brief an die neue Verkehrssenatorin ihre Forderung, die geplante Verkürzung der S-Bahnlinie S75 zurückzunehmen, deutlich gemacht. „Wir freuen uns sehr über die vielen Zuschriften, die wir in den letzten Wochen und Monaten erhalten haben. Rund 2.000 Menschen haben sich persönlich, mit Unterschriften, Postkarten und E-Mails bei uns gemeldet. Dies zeigt einmal mehr, dass die Linie S75 eine wichtige Verkehrsanbindung ist, von der viele Menschen im Bezirk tagtäglich profitieren“, so Dr. Martin Pätzold.

Fuhren die S-Bahn-Züge vor zehn Jahren noch direkt vom Bahnhof Wartenberg bis nach Spandau, so endet die Linie heute bereits am Bahnhof Westkreuz. Nach der beabsichtigten Linienänderung wäre dann bereits am Ostbahnhof ein Umstieg für sehr viele Fahrgäste erforderlich. Eine wichtige Direktverbindung vom bevölkerungsreichen Hohenschönhausen ins Berliner Stadtzentrum und in den Westteil der Stadt würde entfallen.

Die beiden aus Hohenschönhausen stammenden CDU-Politiker setzen sich seit Langem für den Erhalt einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur in der Region ein. Mit mehreren Briefen an den Chef der Berliner S-Bahn, Peter Buchner, und den ehemaligen Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD) sowie mit einer Anfrage im Abgeordnetenhaus und dem einstimmigen parteiübergreifenden Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg aus dem Sommer 2016 versuchen die beiden Abgeordneten zu verhindern, „dass Hohenschönhausen vom Verkehrsnetz abgehangen wird“.

 

 

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