Hallenausbau im Musikhaus an der Frank-Zappa-Straße fertig

Übergabe zum Orwohaus-Festival

03.07.2017, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Marzahn. Das Orwohaus, bekannt als „lauteste Platte der Stadt“, hat die Sanierung des letzten Gebäudeabschnittes beendet, teilt der Orwohaus e.V. mit. Die frühere Fabrikhalle im Erdgeschoss wurde brandschutztechnisch ertüchtigt und steht nunmehr als Veranstaltungsstätte mit einem Fassungsvermögen von 800 Besuchern zur Verfügung. Damit reiht sie sich nach der Größe in das obere Drittel der Berliner Veranstaltungshäuser ein und ist eine Bereicherung für den Kulturstandort Marzahn-Hellersdorf. Das Projekt wurde durch die Lottostiftung mit 500.000 Euro gefördert, insgesamt flossen in den vergangenen zehn Jahren rund 1,5 Millionen Euro in das selbstverwaltete Musikhaus an der Landsberger Allee. Dort gibt es rund 100 Probenräume verschiedener Größe, in denen etwa 200 Bands mit rund 800 Musikern üben. Die meisten spielen Rock – kaum anders zu erwarten in einem Haus, dessen offizielle Adresse Frank-Zappa-Straße 19 lautet. Die kleine Straße in dem Marzahner Gewerbegebiet ist die einzige Straße in Deutschland, die nach dem US-Rockstar heißt.

Letzte Sanierungsarbeiten geschafft

Das siebengeschossige Gebäude aus den 1980er-Jahren war als Fabrik gebaut worden. Dort wurden einst unter dem Label Orwo (Original Wolfen) Filme entwickelt. Anfang der 2000er-Jahre siedelten sich junge Musiker an, die 2004 wegen Brandschutzmängeln die Kündigung bekamen. Nach einer aufsehenerregenden Besetzung konnten sie ihr Haus retten. Sie organisierten sich in einem Verein, kauften das Haus und brachten es, immer unterstützt durch Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie, Stück für Stück in Ordnung. Nun ist der letzte Abschnitt der Sanierung geschafft.

Fotoausstellung bei freiem Eintritt

Eröffnet wird die Orwohalle-001 am Donnerstag, 6. Juli, am Vorabend des zweitägigen Orwohaus-Festivals (7./8. Juli). Schon seit dem 9. Juni kann werktags von 11-19 Uhr bei freiem Eintritt die Fotoausstellung „Anatomie eines Hauses“ von Sven Bayer besucht werden, die neben ausdrucksstarken Porträts junger Musiker vor allem Probenräume des Hauses zeigt.

Weitere Infos unter:
www.orwohaus.de
www.orwohaus-festival.de

 

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