Tram-Linie 63 ab April im Zehn-Minuten-Takt

Straßenbahn verkehrt häufiger

27.01.2016, Gudrun Bender

Fotos: Gudrun Bender

Mahlsdorf. Ab 3. April soll es so weit sein: Dann verkehrt die Straßenbahnlinie 63 (Adlershof, Karl—Ziegler-Straße – Mahlsdorf-Süd) im zehn-Minuten-Takt. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Schriftliche Anfrage der aus Marzahn-Hellersdorf stammenden SPD-Abgeordneten Iris Spranger hervor. Allerdings betreffe das nur den Streckenabschnitt zwischen S-Bahnhof Köpenick und Rahnsdorfer Straße, teilt Verkehrs-Staaatssekretär Christian Gaebler mit. Der geplante Zehn-Minuten-Takt werde durch die Überlagerung mit der Linie 62 (Wendenschloss – S-Bahnhof Mahlsdorf) erreicht. Für eine Ausweitung bis zum S-Bahnhof Mahlsdorf brauche es eine komplexere Verkehrslösung.

Neue Straßenverbindung nötig
Laut Gaebler gehört dazu nicht nur der Neu- und Ausbau der Straßenbahninfrastruktur, sondern auch der geplante Umbau des Bahnhofs Mahlsdorf zum Regionalbahnhof. Zudem müsse eine neue Straßenverbindung realisiert werden. Im Abschnitt Rahnsdorfer Straße – S-Bahnhof Mahlsdorf brauche es einen zweigleisigen Streckenausbau, der aufgrund der geringen Breite der Hönower Straße und der Anforderungen des Verkehrsknotens Alt-Mahlsdorf (B1/5)/Hönower Straße/Hultschiner Damm auf der alten Verkehrsroute nicht zu realisieren sei, so Gaebler. Der Senat habe mit einer Entwurfsplanung und Untersuchungen von Trassenvarianten für Straße und Tram die nötigen Voraussetzungen dafür geschaffen. Er geht vom Bau einer neuen Verbindung zwischen Pestalozzistraße und Gut Mahlsdorf aus. Allerdings sei die weitere Planung ausgesetzt worden, weil es dazu keinen Konsens mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf gibt.

Kein Konsens über Streckenführung
Nach Worten des Staatssekretärs lehnt der Bezirk die vom Senat vorgeschlagene Variante des Ausbaus der Straße an der Schule zur verkehrlichen Entlastung der Hönower Straße und des Knotens ab. Das Bezirksamt hatte bereits 2013 vorgeschlagen, stattdessen die Landsberger Straße unter der Strecke der S- und Regionalbahn hindurch oder darüber hinweg zu führen, LiMa+ berichtete. Der Senat hatte den Plan zwar akzeptiert – allerdings nur, wenn der Bezirk auch die notwendigen Baumaßnahmen von fünf Millionen Euro bezahlt. Dieser verwies bisher aber immer auf seine leeren Kassen.

Iris Spranger teilte inzwischen mit, dass man sich bezüglich der besseren Anbindung bis zum Bahnhof Mahlsdorf „mit allen Beteiligten bereits in intensiven Gesprächen“ befinde.

 

Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden