Sperrung zum Schulbeginn

01.09.2015, Linna Schererz

Kaulsdorf. Die Hiobsbotschaft kam pünktlich zu Schulbeginn: Aufgrund der Erkenntnisse eines Gutachters wurde die dritte Etage der Franz-Carl-Achard-Grundschule wegen möglicher Einsturzgefahr durch Hausschwamm gesperrt. Die Kinder müssen zusammenrücken – das Hortgebäude wird nun auch für den Unterricht genutzt. Über die weitere Schulnutzung soll endgültig ein Statikgutachten entscheiden, das Mitte Oktober erwartet wird. Der für Facility Management zuständige Stadtrat Stephan Richter (SPD) versuche „bereits jetzt mit Hochdruck“ Container ausfindig zu machen, um eine Beschulung am Standort zu sichern, heißt es in einem Brief seiner Behörde an Schulleiter Mario Zimmermann. Bereits vor zwei Jahren war an der Turnhalle der Schule an der Adolfstraße Hausschwamm festgestellt worden, seitdem werden die Kinder mit Bussen zum Sportunterricht in andere Hallen im Bezirk gebracht.

Die Partei Die Linke fordert Senat und Bezirksamt zum sofortigen Handeln auf. In einer Erklärung von Regina Kittler, bildungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Abgeordnetenhaus, und der bildungspolitischen Sprecherin der Linken im Bezirksparlament, Sarah Fingarow, heißt es, die Sicherheit von Kindern und Pädagog/innen müsse oberste Priorität haben. „Wir erwarten vom Bezirksamt, dass es Eltern, Schüler*innen und Pädagog*innen sofort, umfassend, nachvollziehbar und verbindlich über die aktuelle Situation und das Vorgehen des Bezirksamtes informiert. Im Falle einer vollständigen Beräumung muss die Fortsetzung des Unterrichtes gesichert sein. Der Senat muss hierfür die notwendigen Mittel unmittelbar bereitstellen. Diese wurden im Frühjahr vom Bezirk im Rahmen des Sondervermögens Wachsende Stadt vorsorglich beantragt, vom Senat jedoch nicht bewilligt.“ Bereits im Juni war eine möglicherweise drohende Schulschließung der Franz-Carl-Achard-Schule aufgrund von Statikproblemen in der Bezirksverordnetenversammlung und im Schulausschuss debattiert worden. Das Bezirksamt hatte laut Mitteilung der Linken darauf verwiesen, dass die Erarbeitung weiterer Statikgutachten abgewartet werden müsse, bevor eine Entscheidung zur weiteren Nutzung des Gebäudes getroffen werden könne. Eine kurzfristige Schließung der Schule stehe aber nicht an, habe es damals gehießen.

 

 

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