Mehr als 400 Gäste bei der traditionellen Lichtenberger Politiknacht

Speed Dating mit Stadträten

04.03.2017, Birgitt & Volkmar Eltzel

Fotos: Birgitt & Volkmar Eltzel. Zum Vergrößern auf das Hauptbild klicken.

Lichtenberg. Rot angestrahlt war am Freitagabend, 3. März, das Lichtenberger Rathaus in der Möllendorffstraße. Zur mittlerweile zehnten „Nacht der Politik“ begrüßte Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) am Haupteingang die Gäste. Mehr als 400 Lichtenberger waren zu der in den Berliner Bezirken einmaligen Veranstaltung erschienen. Eine Feuerschau auf dem Rathausvorplatz erfreute die Besucher, dann konnten diese bis Mitternacht das gesamte Rathaus in Besitz nehmen. Viele Räume – von den Zimmern der Fraktionsvorsitzenden der Parteien in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) bis hin zu den Büros der Bezirksamtsmitglieder – standen offen. Im Rathaushof gab es Imbiss und Getränke, im Hofladen bot u.a. die Naturschutzstation Malchow Spezialitäten an.

Sieger des Fotowettbewerbes ausgezeichnet

Bezirksbürgermeister Michael Grunst ließ es sich nicht nehmen, die Gewinner des Fotowettbewerbs 2017 – Lichtenberger Lieblingsorte persönlich mit Urkunden, Sachgeschenken und Freikarten für den Tierpark Berlin auszuzeichnen: In der Altersstufe bis 12 Jahre errang die achtjährige Josefine Fabienne Jellinek den 1. Platz mit ihrem Foto: „Besuch im Tierpark Berlin – mein kleiner Bruder und sein Freund der Affe.“ Platz 2 erreichte die fünfjährige Finja Riedel für Ihr Foto „Hui!“.

In der Altersklasse 13 bis 17 Jahre kam Jonas Jellinek (14) auf Platz 1. Der Titel seines Fotos lautete: Spaß im Tierpark Berlin, auf dem Spielplatz, mein kleiner Bruder. In dieser Klasse gab es zwei 2. Plätze: Anton Weber (16) mit dem Foto Jugendfreizeiteinrichtung „NTC“ und Pauls Mrosko (17). In der Altersstufe ab 18 Jahre hieß der Sieger Tadeusz Sniadecki (63). Auf dem 2. Platz landete Markus Winninghoff (47) mit seinem Foto „ Glühende Bucht“. Hier gab es zwei 3. Plätze für Silke Wenk und Ulrich Haegert (79). Sein Foto trägt den Titel „Blick vom Kirschgarten in die Wartenberger Feldmark.“

In der Kürze liegt die Würze

Einer der Höhepunkte war das Pecha Kucha, eine japanische Vortragstechnik, bei der zu einer mündlichen Rede passende Bilder an eine Wand projiziert werden. Den vortragenden Stadträten, die über Schwerpunkte ihrer Arbeit berichteten, war dabei das Format vorgegeben: Zu jeder von 20 Folien durften sie 20 Sekunden sprechen, sie hatten somit eine Gesamt-Redezeit von 6,40 Minuten. Und weil sich alle diszipliniert daran hielten, klappte das auch. In der Kürze liegt bekanntlich die Würze. Das Publikum, bei dem die teilweise recht locker gehaltenen Vorträge gut ankamen, konnte später seine Fragen an die Bezirksamtsmitglieder stellen – beim Speed Dating mit wechselnden Gesprächspartnern. Auch die Fraktionsvorsitzenden standen dabei Rede und Antwort. Live-Musik gab es im Rathaussaal, in der Rathaus-Galerie spielte ebenfalls Musik.

Lichtenberger Bürger geehrt

Bereits vor Beginn der öffentlichen Veranstaltung wurden auf dem Jahresempfang des Bezirksamtes Lichtenberger für ihre Verdienste geehrt: Walter Gauks, Vorsitzender des Lyra e.V., wurde für sein Engagement bei der Integration von Migranten mit dem Preis für Demokratie und Zivilcourage ausgezeichnet. Sito Kranke wurde mit dem gleichen Preis für seine mehr als 30-jährige Netzwerkarbeit im Weitlingkiez – u.a. als Sprecher des Forum Weitlingkiez und des Gewerbetreibenden-Stammtisches sowie für seinen Einsatz gegen NPD-Aufmärsche geehrt.

Die höchste Auszeichnung, die der Bezirk vergeben kann, die Ehrenurkunde des Bezirksamtes Lichtenberg, erhielt der 77-jährige Jürgen Steinbrück für seine langjährige und unermüdliche Arbeit als Bezirksverordneter (bis 2011) und Bürgerdeputierter (bis 2016) sowie in der Lichtenberger Seniorenvertretung. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte Steinbrück für sein außerordentliches Engagement bereits auf ihrer Sitzung am 16. Februar mit stehenden Ovationen geehrt.

 

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