Runder Tisch Ilsestraße diskutiert

07.08.2017, Pia Szecki

Lichtenberg. Der Runde Tisch Ilsestraße hat seine Arbeit aufgenommen. Mit den Akteuren des Runden Tisches soll eine ergebnisoffene Diskussion zur künftigen möglichen Entwicklung des Bebauungsplangebietes Ilsestraße geführt werden. Ziel ist eine abschließende Empfehlung der stimmberechtigten Mitglieder für das weitere Vorgehen im Bezirksamt und der BVV Lichtenberg zum Bebauungsplan-Verfahren 11-125 (Wohnsiedlung Ilsestraße).

Der Beschluss zur Aufstellung des B-Plans wurde im Oktober 2016 gefasst, damit die vorhandenen Qualitäten der Wohnanlage geschützt und bewahrt werden und nachdem sich Anwohner/innen des Ilse-Kiezes und eine Mehrheit der BVV Lichtenberg gegen die Pläne der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge zur Bebauung der Innenhöfe auf Grundlage des §34 BauGB ausgesprochen hatten. Um zu den unterschiedlichen Interessen Kompromisse zu finden und die Anwohnerinnen und Anwohner stärker einzubinden, wurde auf Initiative des Bezirksamts Lichtenberg der Runde Tisch Ilsestraße im Rahmen des B-Plan-Verfahrens einberufen.

Zur konstituierenden Sitzung am 14. Juli 2017 verabschiedeten die Vertreter der beteiligten Institutionen die Geschäftsordnung des im Partizipationsverfahren eingesetzten Begleitgremiums und verständigten sich über den weiteren Verlauf des Verfahrens. Der Runde Tisch besteht aus 9 stimmberechtigten Teilnehmern, die sich aus Vertretern folgender Gruppierungen zusammensetzen:  Bürgerinitiative „Rettet den Ilse-Kiez“, Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH, Howoge-Mieterrat, Bürgerverein Karlshost e.V., Bezirksamt Lichtenberg, Ausschuss Ökologische Stadtentwicklung und Mieterschutz und Ausschuss Öffentliche Ordnung, Verkehr und Bürgerdienste. Zur Sprecherin des Runden Tisches wurde Kordelia Mühlau von der Bürgerinitiative und als ihr Stellvertreter Stefan Schautes von der Howoge gewählt.

Auf voraussichtlich drei weiteren Sitzungen wird sich der Runde Tisch mit den Interessen der Anwohner zum Erhalt der Innenhöfe und den Plänen der Howoge sowie alternativen Bebauungsvarianten beschäftigen. Dabei sollen auch grundsätzliche Erörterungen über die Entwicklungsziele des Plangebietes und seine Einordnung in den städtebaulichen Gesamtzusammenhang stattfinden. Die stimmberechtigten Teilnehmer des Runden Tisches werden beratend unterstützt von Vertretern u.a. des Straßen- und Grünflächen- sowie Umwelt- und Naturschutzamtes des Bezirks, der Gesamtelternvertretung der Karlshorster Grundschule, des Berliner Mietervereins und der planenden Architekten.

 

 

 

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