Bürgerversammlung soll über Bauvorhaben im Gensinger Viertel informieren

Reihenhäuser, wo einst das „Kalinka“ stand

12.07.2015, Andrea Scheuring

Foto: Volkmar Eltzel

Friedrichsfelde. Wilfried Nünthel (CDU), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, wird einer Einladung des Bauherren Hanseatische Immobilien Treuhand GmbH + Co. zu einer Bürgerversammlung folgen, bei der über die geplante Bebauung auf dem Grundstück des früheren Versorgungszentrums „Kalinka“ im Gensinger Viertel informiert werden soll. LiMa+ berichtete. Alle interessierten Bürger/innen sind eingeladen, am 20. Juli ab 18 Uhr an der Diskussion im Kursana Domizil Lichtenberg, Gensinger Straße 103, 10315 Berlin, teilzunehmen.

Vorhabenbezogenes B-Planverfahren eingeleitet
Auf dem Grundstück Alt-Friedrichsfelde 69-71 befand sich früher das Versorgungszentrum „Kalinka“, welches in den letzten Jahren leer stand. Nun beabsichtigt die Hanseatische Immobilien Treuhand GmbH + Co. die Entwicklung eines Wohngebietes, weswegen ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren eingeleitet wurde. Ziel der Planung ist die Festsetzung eines Allgemeinen Wohngebietes zur Errichtung von 75 Reihenhäusern sowie die Festsetzung der notwendigen Erschließungsanlagen. Aus diesem Grund wird gegenwärtig die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs 11-72 VE nach § 3 Abs. 2 BauGB durchgeführt. Die Bürgerbeteiligung umfasst auch die Erörterungsveranstaltung am 20. Juli.

Aufgrund des verstärkten Wohnraumbedarfs in Berlin wird das bereits im August 2013 eingeleitete Verfahren zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans 11-72 VE nun nach der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit fortgesetzt. Im Rahmen der Bürgerversammlung werden Informationen zum Verfahren und zu den Grundlagen sowie zu den wesentlichen Planungszielen seitens des Vorhabenträgers und des Bezirksamtes gegeben.

Pläne und Entwürfe online oder vor Ort einsehbar
„Eine zunächst angedachte Revitalisierung des leer stehenden Wohngebietszentrums durch die Errichtung eines neuen Nahversorgungs- und Dienstleistungsstandortes hat in den vergangenen Jahren durch die veränderte Handels- und Dienstleistungsstruktur leider keinen Interessenten gefunden“, erklärte Wilfried Nünthel. Nach einem Eigentümerwechsel haben sich die Planungsziele nun hin zu Wohnen geändert. „Da die geplante Wohnnutzung eine vollständige Nutzungsänderung auf dem Grundstück beinhaltet, ist das Vorhaben planungsrechtlich nur auf Grundlage eines Bebauungsplans umsetzbar. Der gegenwärtige Zustand des Grundstücks ist ein städtebaulicher Missstand, den wir beheben wollen“, so der Bezirksstadtrat.

Während der Auslegungszeit erfolgt eine Veröffentlichung der Pläne auf den bezirkseigenen Internetseiten. Zudem können die Unterlagen im Stadtteilzentrum Lichtenberg-Mitte, Margaretenstraße 11, 10317 Berlin, eingesehen werden. Alle Interessierten können die Entwürfe auch im Bezirksamt, Abteilung Stadtentwicklung, Fachbereich Stadtplanung (Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin, Haus 2, 13. Etage, Raum 2.1304, Tel. (030) 90 296 64 91) begutachten und sich noch bis einschließlich 14. Juli 2015 schriftlich dazu äußern.

 

 

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