Projekt Hellersdorfer Picknickdecken

25.09.2015, Andrea Scheuring

Hellersdorf. Eine alte Tretnähmaschine steht seit Anfang September mitten auf dem Kastanien­boulevard. Sie gehört zu einer öffentlichen Nähstube, ein Kunstprojekt der bildenden Künstlerin Renate Schürmeyer aus Mecklenburg und der Supervisorin Anne Haedke aus Berlin. Passanten bleiben stehen, erzählen von ihren Erinnerungen, von der Großmutter, die an so einer Tretmaschine ihr Leben lang Kleidung für die Familie genäht hat. Oder sie setzen sich an eine der Nähmaschinen, nähen eine Auswahl von zugeschnittenen Quadraten zusammen. So entsteht eine weitere Bahn für die Hellersdorfer Picknickdecken. Inzwischen ist dadurch eine sehr vertrauensvolle Atmosphäre zwischen den unterschiedlichen Generationen und Natio­nalitäten im Kiez entstanden. Die Nähstube als Ort des sich Kennenlernens, des Gespräches und des gemeinsamen Nähens ist von vielen Kiezbewohnern schon sehr gut angenommen worden. Nachbarn blicken vom Boulevard durch die Schaufenster der Nähstube, kommen herein, um mitzumachen und bringen vor allem ihre Ideen, Stoffreste und ihr Können ein. In den nächsten Wochen öffnet die Nähstube mittwochs bis freitags von 13 bis 18 Uhr, sonnabends von 13 bis 17.30 Uhr. Das Projekt Hellersdorfer Picknickdecken, in guter Nachbarschaft, wird von Deutsche Wohnen, Wuhletal eG, KJFZ „Haus Aufwind“, der JAO gGmbH und der Evange­lischen Kirchengemeinde Hellersdorf unterstützt.

 

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